Mit Spuckschutzhaube in die Zelle: „Hilfloser“ greift Polizei an – Viel Gewalt zum Adventsbeginn am Großstadtbahnhof

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Hauptbahnhof Dortmund. (Archivbild RBU)
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Ein besinnlicher Adventsbeginn war das leider ganz entschieden nicht für die Einsatzkräfte des am Dortmunder Hauptbahnhof. Durchgehend von Freitag, 30. 11., bis Sonntag, 2. 12., reihten sich im Bahnhofsbereich Gewalttaten aneinander, bei denen auch Polizisten wieder angegriffen wurden – der Kandidat musste mit einer „Spuckschutzhaube“ gebändigt werden…

Hier eine abschreckende Bilanz der Bundespolizei:

Freitag, 23:50 Uhr > Bierflasche gegen den Kopf geschmettert

Auf dem Bahnhofsvorplatz schmettert ein 18-Jähriger aus Iserlohn einem 19-Jährigen aus Herne eine Bierflasche gegen den Kopf, die Flasche zerbricht. Weil der Mann noch den abgebrochenen Flaschenhals in der Hand hält, droht eine Bundespolizeistreife mit Pfefferspray, darauf lässt der 18-Jährige die scharfkantige Waffe fallen. Der Vorgang wird durch die Body-Cam der Bundespolizisten aufgezeichnet. Gegen den polizeibekannten Gewalttäter wird Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Samstag, 05:40 Uhr > Grundlos ins Gesicht geschlagen

Ein 26-jähriger Deutscher schlägt einen 20-jährigen Marokkaner laut Zeugenaussagen ohne erkennbaren Grund so heftig ins Gesicht, dass das Opfer eine Augenverletzung erleidet:  Strafverfahren wegen Körperverletzung.

Sonntag, 01:20 Uhr > Auf Hilfeleistung folgt Angriff und Spuckattacke

Ein 25-jähriger Algerier hockt regungslos auf einer Bank im Hauptbahnhof. Trotz mehrmaliger Ansprachen zweier Bundespolizisten reagiert der Mann aus Rüthen nicht. Die Beamten befürchten einen ärztlichen Notfall, wollen den jungen Mann auf den Boden legen. Dieser erwacht plötzlich zum Leben, bepöbelt und bespuckt die Beamten und fängt dann auch noch an, nach ihnen zu schlagen. Er wird überwältigt. Auf der Wache versucht er immer wieder, die Beamten mit Kopfstößen und Tritten zu verletzen. Um das Spucken des Mannes zu verhindern, wurde er später mit einer Spuckschutzhaube ins Polizeigewahrsam eingeliefert. Gegen den Asylbewerber leitet die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

Spuckschutzhaube. Bild: Bundespoliizei
  • „Da Übergriffe auf Bundespolizistinnen und Bundespolizisten in Form des Anspuckens in der Vergangenheit zugenommen haben, wurden sogenannte Spukschutzhauben beschafft. Diese können im Bedarfsfall Personen übergestülpt werden, welche Polizeibeamtinnen und Beamte bespucken. Die Schutzhauben gewährleistet sowohl die Atemfreiheit als auch den Schutz der Einsatzkräfte“, erklärt die Bundespolizei zu dieser speziellen Maske.

 

02. Dezember, 08:35 Uhr > Alter Schwede… Schlägerei unter Bekannten

Zwei offenbar nicht wirklich „gute“ Bekannte prügeln sich im Hauptbahnhof wie die Kesselflicker, brüllen sich trotz anwesender Bundespolizisten in nigerianischem Dialekt lautstark an. Gegen den 35-jährigen Afrikaner aus Dülmen und seinen 38-jährigen Bekannten aus Malmö (Schweden) werden Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

02. Dezember, 14:25 Uhr > Flasche geschmissen

In der Mittagszeit beobachteten Bahnmitarbeiter einen 26-jährigen Rumänen, der mit Wucht eine Glasflasche nach einer anderen Person schleudert. Das Geschoss verfehlt sein Ziel. Der Betrunkene wird überwältigt und zur Wache gebracht, wo er die Aussage verweigert. Gegen ihn wird ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Neben den zahlreichen Gewaltdelikten beschäftigten sich Einsatzkräfte am vergangen Wochenenden zudem mit zahlreichen Diebstahlsdelikten, die sich im und um den Dortmunder Hauptbahnhof ereigneten.

Quelle: Bundespolizei St. Augustin

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