Test-Ampel am Problemkreisel kommt im Januar – dann heißt es: „Film ab“

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Der Zebrastreifen an der Viktoriastraße direkt vor dem Kreisel. (Archivbild: Rundblick)
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„Unna testet Ampel vor einem Kreisverkehr“, titelte der WDR heute launig. Es geht, natürlich, um die (Fußgänger- und Radler-)Ampel  an der Viktoriastraße vor dem Netto-Markt.

Wie mehrfach berichtet, soll die Lichtzeichenanlage für Fußgänger und Radfahrer während einer Testphase den Zebrastreifen direkt vor der Kreiseleinfahrt ersetzen. Dieser wird gesperrt.

Los geht´s im Januar, für zwei bis drei Monate. Und das Experiment, das sich die Stadt auf Antrag der SPD rund 40.000 Euro kosten lässt, wird gefilmt: von mehreren Kameras, damit die Stadt zählen kann, wie viele Autos, Radfahrer und Fußgänger täglich durch den zwangkastrierten ehemals zweispurigen Kreisel fluten.

Das Experiment soll vor allem im Hinblick auf das geplante EInkaufszentrum Mühlencenter auf dem Mühle Bremme-Gelände Aufschluss darüber bringen, ob der Verkehrsfluss verbessert wird, wenn sich die ansehnlichen Mengen von Passanten und Radlern nicht mehr in andauernden spontanen Schüben über den Zebra- und Radstreifen vor dem Kreisverkehr bewegen, sondern geordnet  „im Pulk“ nur noch bei Ampelgrün.

Grünen-Ratsherr Björn Merkord bezweifelt das stärkstens, er rief im Stadtentwicklungsausschuss vorige Woche genervt aus: „Gut, schmeißen wir das Geld zum Fenster raus!“ Ratsherr Christoph Tetzner nannte die Zustände am und rund um den Kreishauskreisel in jener Sitzung unumwunden ein „Desaster“ und attackierte Merkords Grüne, die auf Landesebene erfolgreich den einzigen Ausweg aus der Unnaer Staumisere verhindert hätten: die Westtangente. 

Eine Rückkehr zur Zweispurigkeit ist aufgrund der signifikant gesunkenen Unfallzahlen seit der Verengung praktisch ausgeschlossen.

Zum Thema Datenschutz ergänzte Stadtsprecher Christoph Ueberfeld auf unsere Nachfrage:

„Datenschutzrechtlich wird es da selbstredend keine Probleme geben. Die Kameras werden so angebracht, dass weder Kennzeichen noch Gesichter der Verkehrsteilnehmer zu erkennen sind.  Es handelt sich um eine videogestützte Verkehrszählung – keine Überwachung!“

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2 KOMMENTARE

  1. Obwohl Unna ja eigentlich sparen müsste schlage ich dennoch eine sinnvolle Investition vor. Der Innenhof des Rathauses sollte mit einer Rundkuppel versehen werden. Das beruhigt zum einen die Grünen, haben sie doch ein weiteres Zeichen ihrer Weltoffenheit und signalisieren neben dem überteuerten Flüchtlingsheim mit Außentreppen ein buntes Unna. So hat aber dann doch auch der Rat endlich das passende Zuhause. Zumindest ich habe noch keinen Zirkus ohne Kuppel gesehen und so weiß jeder der Unna besucht und eventuell im Hotel absteigt wer hier regiert.