Unterschriftenaktion: Kunstverein Unna protestiert gegen Kürzungen bei Kultur

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Summertime-Kultur auf dem Platz der Kulturen, Archivbild Rundblick.
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Unna soll auch bei der Kultur sparen, fordert die CDU-Fraktion. Dagegen protestiert der Kunstverein Unna jetzt mit einer Unterschriftenaktion.

„Die CDU-Fraktion hat im Rat beantragt, zu prüfen, ob der städtische Bereich Kultur in eine neu zu schaffende gGmbH zusammen mit Stadtmarketing und Stadthalle in der Holding der Wirtschaftsbetriebe Unna integriert werden kann. Außerdem wird eine pauschale Kürzung der Sach- und Zuschusskosten im Bereich Kultur gefordert. Beides steht im Wiederspruch zu dem von der Stadt in Auftrag gegebenen Kulturentwicklungsprozess, der noch etwa bis März 2019 andauern wird“, kritisiert der Kunstverein in einem Aufruf auf seiner Facebookseite.

In einem offenen Brief an Bürgermeister Werner Kolter und die Fraktionen des Rates fordern die Künstler, diesen Antrag abzulehnen. Das Schreiben liegt in der Buchhandlung Hornung am Markt aus, wo er bis Geschäftsschluss am Donnerstag, 6. 12., unterzeichnet werden kann.

Die Idee einer Bündelung von Unnas Kulturanbietern unter einem gemeinsamen Dach ist allerdings nicht neu, sondern schon viele Jahre alt.

In ihrer Pressemitteilung zum Haushalt schreibt die CDU zur Kultur:

„Das kulturelle Leben hat in Unna auf den verschiedenen Ebenen einen hohen Stellenwert. Betrachtet man sich das Jahresprogramm, so stellt man fest, dass praktisch in jeder Woche Unna viel zu bieten hat. Mit den Arbeits- und Prüfaufträgen, die aus der „Wirtschafts- und Organisations-untersuchung“ von Richter-Beratung vor einigen Jahren hervorgingen, wurde angestrebt, den gesamten Bereich der Kultur zu bündeln und auf neue Füße zu stellen.

Im nun startenden Kulturentwicklungsprozess erfolgt zunächst eine Bestandsaufnahme, nach deren Auswertung dann eine „Zukunftskonferenz“ vorgesehen ist, aus der dann Schwerpunkte des Entwicklungsprozesses hervorgehen sollen. Ziel ist dann, in 2019 konkrete Maßnahmenvorschläge zu erarbeiten. Die CDU-Fraktion hat an den Kulturentwicklungsprozess hohe Erwartungen, indem auf den Bausteinen des Richter-Gutachtens aufbauen.

Unsere Erwartungen an den anstehenden Kulturentwicklungsprozess sind, dass am Ende dieses Prozesses, der sich über einen längeren Zeitraum erstrecken kann, sich mittel- bis langfristig auch wesentliche Einsparungspotentiale in allen drei Säulen des Unnaer Kulturbereiches ergeben müssen! Ziel muss es nach Auffassung der CDU sein, ein breites Kulturangebot auch zukünftig bereitzustellen.

Einsparpotentiale sehen wir deshalb in den nächsten Jahren überwiegend in einem Umbau der Organisationsstrukturen, um durch Synergieeffekte Personal- und andere Kosten einzusparen!

Unser Wunsch wäre gewesen, mit diesem Projekt schon viel früher zu beginnen und die Beteiligung aller Akteure mit einzubinden. Wir fordern, dass im Laufe des Jahres 2019 die Kultur in Unna zukunftsfähig entwickelt wird, so dass in 2020 bereits erste Umsetzungsmaßnahmen sichtbar werden.

Die CDU-Fraktion begrüßt daher den Start des Projektes, der einen wichtigen Beitrag für eine stabile zukunftsgerichtete Kulturarbeit in Unna darstellt. Allerdings wird kritisiert, dass dies erst zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt.“

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