Eishallen-Abgesang der Grünen: Fördervereins-Initiative kontert alle Argumente

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Die Eishalle bei der öffentlichen Besichtigung am 16. Juli 2018. (Archivbild Rundblick)
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Für die Grünen ist „die Zeit der Eishalle am Bergenkamp vorbei“. Mit den Argumenten, die die Ökofraktion in ihren Haushaltsüberlegungen für ein sofortiges Eishallen-Aus anführt (unser Bericht HIER), geht die Fördervereins-Initiative um Ernst-Otto Derwald aus Hemmerde kritisch ins Gericht.

„Die genannten Argumente werden wir im Nachfolgenden widerlegen:

Argument 1:
Die Eishalle ist nur „auf eine bestimmte Zeitspanne hin ausgelegt gebaut

Dies Aussage unterstellt, die Eishalle sei nur für einen Betrieb von ca. 40 Jahren vorgesehen gewesen und hätte das Ende ihrer Lebensdauer jetzt erreicht. Woher kommt diese Einschätzung?
Die Baukünste unser Vorfahren zeigen, dass es leicht möglich ist, Gebäude mit einer Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten zu errichten und zu erhalten.
Jede weitere Nutzer-Generation eines Bauwerks, muss dann nur die laufenden Instandsetzungen aufbringen. Das ist kostengünstig und resourcensparend. Das müsste grüne Politik sein.
Stattdessen wird hier ein Prinzip propagiert, nach der jede Generation ihr eigenes Bauwerk bauen soll und die erbrachten Leistungen der Vorgänger sollen durch weiteren Energieeinsatz einfach vernichtet werden.

Erfreulicherweise kommt langsam unter dem Stichwort graue Energie eine Diskussion zu diesem Thema auf, d.h. man betrachtet nicht nur die jährlich verbrauchte Energiemenge, sondern man berücksichtigt auch die Energien, die zu Errichtung eines Bauwerks benötigt wurde. Hoffentlich kommt diese Diskussion auch bald nach Unna.

Argument 2
Die Eishalle wurde „in kommerzielle Betreiberhände überführt die dennoch immer mit hunderttausenden Euro jährlich gestützt werden mussten

Das ist falsch. Die Betreiber wurden nicht gestützt, sondern Sie mussten eine Pacht von 40 TEUR zahlen.
Gestützt hingegen wurden die Eissportvereine in Unna mit 85 TEUR, damit diese sich ihre Sportstätte mieten konnten. Jeder andere Verein in Unna bekommt auch Unterstützung bei der Bereitstellung seiner Sportstätten. Diese Unterstützung  wird auch im Falle der Eishallenschließung weiter gezahlt werden.

Eine weitere Zahlung an die Betreiber in Höhe von 40TEUR erfolgte, weil sie u. a. den Eissport im Schulunterricht kostenlos anbieten mussten. Auch diese Zahlung wird zum Teil weiterlaufen müssen, wenn im Schulsport weiterhin Eislaufen angeboten werden soll. Nur fließen die Zahlungen dann nicht mehr nach Unna, sondern an eine Eishalle in der Nachbarschaft und es entstehen höhere Fahrtkosten für die Schüler.

Übrig bleibt noch eine Entschädigung für die eisfreie Zeit  in Höhe von 25 TEUR übrig. Diese kam daher, das die Stadt den Betreibern eine Nutzung in der eisfreien Zeit zugesagt hatte, diese dann aber aus anderen Gründen untersagt hatte, so dass dieser Verlust entschädigt werden musste. Die Entschädigung hätte nicht gezahlt werden müssen, wenn die Stadt sich an die Vereinbarungen gehalten hätte.

Es ist leicht zu erkennen, dass von „hunderttausenden Euro Stützung“ für die Eishallenbetreiber fast nichts übrig bleibt.

Argument 3
Bei der Eishalle ist aus „ökologischen Gründen ein Fortbestand nicht vorstellbar

Die Frage der Ökologie wurde im Argument eins schon angerissen, sie hat aber noch weitere Aspekte.
Die Eishalle war der Wärmeerzeuger für das benachbarte Schwimmbad, d.h. die Wärme wurde von der Eisfläche weg in das Schwimmbad transportiert. Das nennt man eine Wärmepumpe. Dieses Prinzip wird millionenfach in Wohnhäuser eingebaut.
Wieso will man dieses Prinzip nicht mehr nutzen und jährlich ein paar zigtausend Euro für den Gasverbrauch einer fossilen Heizung für das Schwimmbad ausgeben?
Ist das Grüne Politik? Im Kleinen die Wärmepumpen fördern und im großen diese abschalten und mit Gas Wärme erzeugen?
Weiterhin ist davon auszugehen, dass ein großer Teil der Unnaer Eisläufer nun in den Eishallen der benachbarten Städte trainieren geht. Es entsteht ein gewaltiger Mehraufwand an Zeit und Energie für zusätzlichen Fahrtaufwand. Ist das einmal gegen gerechnet worden?

Argument 4
Bei der Eishalle ist aus „ökonomischen Gründen ein Fortbestand nicht vorstellbar

Die Eishalle ist ein sozialer Treffpunkt und integriert verschiedenste Menschen. Menschen die dort sind, lernen andere Menschen kennen, nehmen keine Drogen, beschmieren keine Hausfassaden, rauben keine anderen Menschen aus. Dadurch entstehen Kosteneinsparungen bei Polizei, Justiz, Vollzug, Sozialarbeit und Schadensbeseitigungen!

Zur Frage der Kostenexplosion bei der Abschätzung der  Instandsetzungskosten haben wir uns schon geäußert. —>

Zusammenfassung:
Nach einer Analyse der Argumente der  grünen Partei zeigt sich, dass nicht eins davon belastbar ist. Gerade aus grünen Motiven heraus müsste die Eishalle erhalten bleiben.“

http://hilfe.unnabrauchteis.de

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3 KOMMENTARE

  1. Nun, ich frage mich täglich welche Existenzberechtigung diese Partei hat und wie es Leute geben kann die noch ihr Kreuz bei einer Wahl dort machen würden bzw. gemacht haben. Aus einer Partei die mal Aufbruch und Zukunft signalisierte ist eine Verbotspartei, eine Partei die alles daran setzt unsere Werte und die Deutsche Wirtschaft zu vernichten bei gleichzeitigem unbezahlbaren Finanzierungsbedarf für obskure Ideen geworden. Diese Bundespolitik setzt sich in Unna fort wie die Vorschläge zum Haushalt zeigen. Einerseits maßgeblich Mitverantwortlich für Millionen Ausgaben bei einer mehr als umstrittenen Investition für vielleicht 50 Personen, dafür aber Steuererhöhungen für tausende Bürger. Mehrbelastungen bei denen die ihre Kinder in Horts bringen und dann letztlich noch weniger Zeit haben sich um den Nachwuchs zu kümmern da die Mehrkosten noch mehr Arbeitsstunden erfordern. Des Weiteren Schließung von Sportstätten und den Zusammenkünften die für ein Dorfleben und Kommunikation ohne Smartphone wichtig sind. Abgesang der Eishalle ohne Alternativvorschläge (in dem Zusammenhang möchte ich nochmals den ominösen Investor des Stadtoberhauptes ins Gespräch bringen, aber ich mache meine Hose nicht mit der Kneifzange zu). Insofern wird es langsam Zeit dass auch in Unna gelbe Westen gekauft werden.