IHK: Einzelhandel prägt weiter die Innenstädte – aber seine Bedeutung schrumpft

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Willkomensgruß des City-Werberings in die EInkaufsstadt Unna. Fachgeschäfte kämpfen am stärksten mit den aktuellen Entwicklungen, sorgen sich die Industrie- und Handelskammern. (Archivbild: Rundblick)
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Der Einzelhandel bleibt prägend für die Entwicklung einer City – aber seine Bedeutung schrumpft.

Gerade deshalb legen die Industrie- und Handelskammern (IHK) des Ruhrgebiets ein klares Bekenntnis zu den Innenstädten und Stadtteilzentren ab: „Sie sind nach wie vor ein wichtiger Standortfaktor für die gesamte Stadt“, betont der Präsident der federführenden IHK zu Dortmund, Heinz-Herbert Dustmann.

Die Beobachtungen der Kammern in Stichpunkten:

  • Neueröffnungen sind seltener geworden, finden aber immer noch häufiger statt als Schließungen.
  • Große Fachmärkte gewinnen, Warenhäuser und kleinere/mittlere Fachgeschäfte verlieren.
  • Mit 1,21 m² gibt es inzwischen mehr Verkaufsflächen je Einwohner als je zuvor.
  • Auch Lebensmittelmärkte sind so groß wie nie zuvor: Die mittlerweile 1815 Lebensmittelmärkte „650+“ haben im Durchschnitt 1.220 m² Verkaufsfläche und sind damit seit 2009 stetig gewachsen. Viele kleinere Märkte wurden inzwischen aufgegeben oder umgenutzt.
  • Der zunehmende Onlinehandel schwächt die Haupt- und Nebenzentren inbesondere bei den Branchen Bekleidung, Unterhaltungselektronik und Sport. Und er erschwert die Balance zwischen den Expansionswünschen großer Handelsbetriebe und der Sicherung gewachsener Handelsstrukturen in den Zentren.

Daher fordern die Ruhr-IHKs die Kommunen dazu auf, eigene Einzelhandels- und Zentrenkonzepte aufzustellen, zu aktualisieren und umzusetzen. Das geschieht in Unna z. B. gerade aktuell: Das frisch aktualisierte Einzelshandelskonzept für die Kreisstadt wurde vor wenigen Wochen vorstelllt (Bericht HIER).

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