Zwei neue Unfallhäufungspunkte im Kreisgebiet

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Symbolbil / Archiv RBU
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Die Unfallkommission des Kreises hat zwei neue Unfallhäufungspunkte ausgemacht – Stellen, an denen des besonders oft und mit besonders schweren Folgen kracht.

Das teilt heute Kreissprecher Max Rolke mit. Beide neuen Brennpunkt liegen im Nordkreis:

  • der eine ist die Einmündung Werver Mark (L665) / Schillerstraße (K36) in Kamen-Heeren-Werve;
  • der zweite ist die Kreuzung Neue Werner Straße (L507) / Breite Straße in Selm

Unfallhäufungspunkte stehen im besonderen Fokus der Verkehrsbehörden. Die beiden Dauerbrenner in UNNA sind

der Kreishaus-Kreisel (Viktoria-/Kant-/Hansa-/Friedrich-Ebert-Straße) – trotz seiner dauerhafter Verengung auf Einspurigkeit;

und (unten) die Kreuzung B1/Hertinger Straße – als erster Schritt, diese (und die anderen beiden innerstädtischen B1-Kreuzungen) sicherer zu machen, wurde Anfang März die Höchstgeschwindigkeit auf der gesamten Strecke von 70 auf 50 km/h reduziert.

Auch die Kreuzung auf der Wilhelmshöhe (Iserlohner Straße/Hubert-Biernat-Str./Kluse) auf halbem Weg zwischen Unna und Fröndenberg war und ist ein Unfallhäufungspunkt, obwohl sie vor einigen Jahren mit einer „intelligenten Ampel“ bestückt wurde. Die heißt unter Berufskraftfahrern lobend „Einstein-Ampel“.

Fast immer kracht es dort oben, weil Linksabbieger in Richtung Frömern/Bismarckturm den entgegenkommenden Verkehr auf der B233 über die Kuppe hinweg aus Strickherdicke zu spät sehen.

Vier Mal im Jahr berät die Unfallkommission, wie besonders prekäre Unfallstellen im Kreisgebiet entschärft werden können. Das besondere Augenmerk galt diesmal erneut Unfällen mit Radfahrern. Deshalb saß auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) mit am Tisch der Kkommission.

Unfallfaktor Mensch
Im Rahmen der Analysen und Beratungen wurde erneut deutlich, dass der Faktor Mensch einen nicht unerheblichen Anteil an der Entstehung einer Unfallhäufungsstelle hat.

„Manche Unfälle stehen in keinem Zusammenhang mit der Verkehrssituation oder den baulichen Gegebenheiten, sondern sind auf Fahrfehler oder das Nichtbeachten von Verkehrsregeln zurückzuführen“,

erklärt Michael Arnold, der beim Kreis für die Verkehrssicherung zuständig ist.

Wenn aber Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen können, regt die Unfallkommission diese auch an: Die Palette reicht von Änderungen bei der Verkehrsregelung und -lenkung über die Verkehrsüberwachung bis hin zu baulichen Maßnahmen. PK | PKU

Zusammensetzung der Unfallkommission:
Die örtliche Unfalluntersuchung und damit die Arbeit der Unfallkommission ist eine gemeinsame Aufgabe von Straßenverkehrs-, Polizei- und Straßenbaubehörden. Der Unfallkommission gehören neben der Bezirksregierung alle kreisangehörigen Städte (ohne Lünen), die Kreispolizeibehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW mit den Straßenmeistereien und der Autobahnniederlassung sowie vom Kreis die Fachbereiche Straßenbau und Fachbereich Straßenverkehr (Aufgabenbereich Verkehrssicherung) an. Dieser Fachbereich hat auch den Vorsitz der Unfallkommission.

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