Nass, nässer, Weihnachtsmarkt 2018 – doch Bilanz fällt gar nicht so unzufrieden aus

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Bekannte Gesichter, neuer Platz: Marija Remenska und Slavco Remenski mit ihrer "Weinhütte". (Foto: Rundblick)
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Nass, nässer, 52. Unnaer Weihnachtsmarkt Zumindest was die wichtigen vier Adventswochenenden anging, an denen drehte Petrus ja bis auf wenige Stunden Ausnahme praktisch pausenlos fröhlich die Wasserhähne auf.

Dennoch fällt die Bilanz gar nicht so schlecht aus, geht man von der Resonanz aus, die wir am letzten Weihnachtsmarktwochenende mal stichprobenartig an den Ständen einfingen.

Ein Altgedienter I: Mobilé Buchhandlung aus Kamen-Methler

Kinderbücher gehen immer – vor allem kurz vor Weihnachten: der Stand der Mobilé-Buchhandlung aus Kamen-Methler. (Foto: Rundblick)

Keine Klagen am Traditionsstand aus Methler, der seine schönen (Kinder-)Weihnachtsbücher stets ganz oben auf der Bahnhofstraße gegenüber zum Kirchplatz anbietet.  Klar, es hätte mal weniger regnen können, doch Guck- und Kaufkundschaft kam trotzdem. Vor allem den letzten Tag nutzen viele erfahrungsgemäß noch, um bei den freundlichen Mobilé-Bücherexpertinnen ein Last-Minute-Geschenk in Form eines hübschen Kinderbuchs zu erwerben.

Ein Altgedienter II: Imbiss Harald Wenzlaff aus Unna

Auf der sicheren Seite mit Holland-Pommes – sogar mit Nutella: Schausteller Harald Wenzlaff. (Foto: Rundblick)

Mit seinen Würstchen und frischen Holland-Pommes mit leckeren Soßen (auf Wunsch sogar mit Nutella) war Harald Wenzlaff selbst in diesen  sehr nassen vier Weihnachtsmarktwochen 2018 ziemlich auf der sicheren Seite.

Auch der altgediente Unnaer Schausteller sagt, klar: Gerade diesen Dauerregen an den Wochenenden hätte man nicht haben müssen. „Aber insgesamt war´s okay. Nicht berauschend – aber okay.“

Ein Altgedienter an neuem Standort: Die Weinhütte aus Unna

Prost mit rotem und weißem Heißwein: Slavco Reminski in seiner Weinhütte, erstmals neben Weltbild. (Foto: Rundblick)

„Bekannte Gesichter, neuer Platz – jetzt vor Weltbild!“ So warben Slavco Remenski und Marija Remenska auf ihren hübsch gestalteten Hartkartonflyern eifrig um altbekannte und natürlich neue Kundschaft für ihre „Weinhütte“. Sonst war sie auf dem Alten Markt zu finden, jetzt schenkt die mazedonische Familie auf der Bahnhofstraße heißen Weißwein, Rotwein, Sliwowitz und Kakao mit und ohne Schuss aus.

„Es war schade, dass es so viel geregnet hat“, bedauert Marija Remenska, dennoch hat sich die gemütliche Hütte mit ihrer weihnachtlichen Musik und selbstgebauter Krippe schnell zum Treffpunkt von Freunden, Bekannten und neuen Besuchern entwickelt. Marija Remanska fasst ihr Fazit zusammen: „Wir freuen uns über jeden, der hier bei uns am Stand ein paar schöne Stunden hatte!“

Ein Neuer: Flammlachs Wolter aus Worms

„Flammlachs ist kein Räucherlachs!“: Nicht abgeneigt, wiederzukommen, sind Jacqueline Wolter und Seymon Brambach aus Worms. (Foto: Rundblick)

Aus Worms ist eine neue Spezialität in diesem Jahr zum Unnaer Weihnachstmarkt dazugestoßen, und trotz des Wetters und des (für Unnaer Verhältnisse) gehobenen Preisniveaus sind Jacqueline Wolter und Seyman Brambach recht zufrieden mit ihrer Premiere in der Eselsstadt.

Natürlich, sagt das Paar aus Süddeutschland, hätten viele Besucher erst mal vorsichtig geschaut – etwas Neues ist dieser Flammlachs halt, der übrigens KEIN Räucherlachs ist, wie die beiden immer wieder freundlich korrigieren mussten.

Zum Preis von 7 bis 10 Euro pro Flammlachs-Brötchen bzw. -Baguette sagt das Paar selbstbewusst: „Qualität hat eben ihren Preis. Das wissen aber auch unsere Kunden, und sie bezahlen diesen Preis dann auch gerne.“ Gut möglich, meinen die Wormser, dass sie auch im nächsten Jahr wieder beim Unnaer Weihnachtsmarkt dabei sind.

Und was sagt der Veranstalter?

Horst Bresan als Geschäftsführer des Unna-Marketings kann die Tendenz aus unserer kleinen Umfrage bestätigen. Es war schade, sehr, sehr schade, dass ausgerechnet an allen vier Wochenenden so ergiebiger Regen auf die Weihnachtsmarktmeile niederging.

Aber während der Woche war dafür umso mehr los, „deutlich mehr als in den Vorjahren“, zeigt sich Bresan sehr zufrieden darüber, wie sich „der Unnaer Weihnachtsmarkt in der Region immer mehr herumspricht“.

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