Aggressiver Mob solidarisiert sich mit Polizisten-Angreifer: Massive Verstärkung erforderlich

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Symbolbild / Polizei NRW
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Ein bedrohlicher Mob aus mehr als zwei Dutzend teils hochaggressiven Männern hat am Freitagabend im Märkischen Kreis einen Großeinsatz der Polizei erforderlich gemacht. Massive Verstärkung und zahlreiche Platzverweise waren nötig, um zu verhindern, dass die Lage vor einem Imbiss in der Stadt Kierspe eskalierte.

Gegen 21.45 Uhr ging der Alarm bei der Polizei ein: Zeugen meldeten eine Bedrohungssituation. Vor besagtem Imbiss (an der Friedrich-Ebert-Straße) würden Passanten angegriffen. 

Vor Ort trafen Polizeibeamte auf fünf Personen. Darunter war ein 20-jähriger Mann aus Kierspe, der aufgefordert wurde, sich zur Sachverhaltsklärung auszuweisen.

Er stieß daraufhin unverzüglich Beleidigungen aus und schlug nach einer Polizistin.

Daraufhin sollte er  in Gewahrsam genommen werden. Seine Reaktion:

Er rastete vollends aus, wehrte sich wie wild gegen seine Festnahme, schlug erneut nach den Polizisten und warf sich zusamen mit einer Beamtin mit voller Wucht zu Boden.

Es gelang den Einsatzkräften mit einigem Krafteinsatz, den Tobenden zu fesseln und in Gewahrsam zu nehmen. Währenddessen zeigte sich der 20-Jährige weiterhin völlig unbeeindruckt, bedrohte jetzt die Polizisten mit dem Tod.

Noch während die anwesenden Beamten alle Hände voll zu tun hatten mit diesem rasenden jungen Mann, stießen immer mehr Männer hinzu, teilweise hochaggressiv.

„Die nun ca. 25 Personen starke Gruppe wirkte provozierend auf die Einsatzkräfte ein. Sie forderte die Freilassung des 20-Jährigen“, schildert der MK-Polizeisprecher die zunehmend bedrohliche Situation für seine Kollegen vor Ort. Diese riefen als Reaktion auf den sich zusammenrottenden Mob Verstärkung herbei.

Zahlreiche weitere Polizeibeamte eilten unverzüglich zum Ort des Geschehens. „Durch die starke Präsenz sowie zahlreiche Platzverweise konnte die Situation schließlich beruhigt werden“, schließt der Polizeisprecher, ohne auf die tatsächliche Zahl der zuletzt vor Ort anwesenden Beamten einzugehen – aus einsatztaktischen Gründen werden solche Informationen generell nicht gegeben.

Gegen den 20-Jährigen wird nun wegen Bedrohung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die weiteren Ermittlungen laufen.

Polizeisprecher Marcel Dilling informierte unsere Redaktion auf Nachfrage noch ergänzend über die Tatbeteiligten: Demnach ist der aggressive 20-Jährige türkischer Staatsangehöriger; unter den weiteren polizeilich festgestellten Personalien „befinden sich sowohl türkische wie auch deutsche Staatsangehörigkeiten.“

Die Beamtin, die von dem Angreifer zu Boden geworfen wurde, erlitt leichte Verletzungen, kann aber weiterhin Dienst tun.

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