Kleinkind zu Tode misshandelt – Pflegevater unter Tatverdacht

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Symbolbild Trauer / Engel mit Rose auf Kindergrab. (Pixabay)
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Im benachbarten Märkischen Kreis hat sich Donnerstagfrüh eine Tragödie abgespielt. Ein  gerade mal ein Jahre altes Kind starb an schweren körperlichen Misshandlungen – es war in Obhut einer Pflegefamilie, und unter Verdacht steht nun der Pflegevater des Kindes.

Wie die Kreispolizei Märkischer Kreis und die Staatsanwaltschaft Hagen am Freitagnachmittag in einer gemeinsamen Erklärung bekannt gaben, wurde die Polizei am frühen Donnerstagmorgen, 3.  Januar 2019, um kurz nach 2 Uhr über ein schwer verletztes Kleinkind informiert.

Die in Plettenberg wohnenden Pflegeeltern des 1-Jährigen Kindes hatten es Mittwochabend ins  Klinikum Lüdenscheid gebracht. Aufgrund der Schwere der Verletzungen musste das Kind noch in der Nacht in das Universitätsklinikum nach Essen ausgeflogen werden.

Dort verstarb der Säugling am frühen Donnerstagmorgen.

Der Leichnam wurde im Laufe des Freitags obduziert. „Die Verletzungen und letztlich der Tod des Kindes sind auf Gewalteinwirkung zurückzuführen“, gibt die Staatsanwaltschaft als schlimmes Ergebnis wieder.

Beide Pflegeeltern wurden bereits in der Nacht zu Donnerstag vorläufig festgenommen.

„Aufgrund der ersten Ermittlungsergebnisse konzentrieren sich die Ermittlungen zurzeit auf den Pflegevater. Er soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden“, schildert die Staatswanwaltschaft.

Sie beantragte Haftbefehl u. a. wegen Körperverletzung mit Todesfolge gegen den Mann.

Ein Tatverdacht gegen die Pflegemutter ließ sich nicht erhärten. Sie wurde bereits im Verlauf des gestrigen Donnerstagas wieder entlassen.

Die Ermittlungen werden durch die Staatsanwaltschaft Hagen geführt und dauern an. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.

„Bei Vorliegen neuer Erkenntnisse wird unaufgefordert nachberichtet. Von weiteren Rückfragen bitten wir gegenwärtig abzusehen“, bitten die Behörden abschließend. Sie gab vorerst keine Informationen über die Art der Gewalteinwirkung gegen das Kind und über sein Geschlecht bekannt.

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