Ganzke: Amokfahrt durchs Ruhrgebiet „rassistische und terroristische Tat“

2
372
Hartmut Ganzke. (Fotoquelle: Landtagsbüro Ganzke)
Facebookrss

Zur Amokfahrt im Ruhrgebiet und der folgenden Debatte zur Einordnung des Verbrechens erklärt der Unnaer Landtagsabgeordnete Hartmut Ganzke, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Bei der Amokfahrt handelt es sich um eine rassistische Tat in klarer terroristischer Absicht. Der Täter wollte Ausländer töten, äußerte sich eindeutig ausländerfeindlich und wollte das gesellschaftliche Klima mit seiner Tat vergiften. Dieses muss man klar so benennen.

Die Interpretation durch Landesinnenminister Herbert Reul, der Mann habe aus persönlicher Betroffenheit so gehandelt, verharmlost den Charakter der Tat. Völlig realitätsfern ist die Einstufung des Verbrechens durch den Bundesinnenminister als ‚Alltagskriminalität‘.

Im Kampf gegen Extremismus kommen wir nur weiter, wenn wir die Feinde der offenen und demokratischen Gesellschaft klar identifizieren und benennen. Auch das muss eine Lehre aus der Amokfahrt durchs Ruhrgebiet sein.“

Quelle: http://www.hartmut-ganzke.de

Facebookrss

2 KOMMENTARE

  1. Ich dachte immer, der Amokfahrer von Bottrop ist psychisch krank. Steht denn nicht die psychische Erkrankung bei dieser Tat im Vordergrund? Kann man den Täter als Rassist und Terrorist bezeichnen, wenn er krank ist? Hier wird ein Mensch verurteilt, obwohl noch überhaupt nicht feststeht aus welchen Motiven er gehandelt hat und wie weit seine Erkrankung die Tat beeinflusst hat. Es gibt noch kein Gerichtsurteil. Kann man denn einen psychisch kranken Menschen, egal was er getan hat, als „Feind der Gesellschaft“ bezeichnen? Ich denke, hier urteilt Herr Ganzke zu schnell. Er benutzt diese schlimme Tat und das finde ich sehr schlimm. Denn diese Vorwürfe kommen auch oft aus der Ecke der SPD. Man würde Taten „instrumentalisieren“. Aber genau dies tut Herr Ganzke hier. Und er offenbart die Heuchelei und Doppelmoral der SPD.