„Wir für Unna“ zieht erste Jahresbilanz: „Nein zu Wasserflächen durch den Stadtrat war ein Fehler“

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Über 1000 Euro freuten sich Monika und Dieter Rebbert von der Kinderkrebshilfe. Mit: Katharina Suttrop, Christoph Tetzner (re.) und Maggie Strathoff (li.) von "Wir für Unna". (Foto: Rundblick)
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Ein knappes Jahr besteht der Bürgerverein „Wir für Unna“ und zieht seine erste Jahresbilanz. Was wurde angestoßen, was ist bisher noch nicht gelungen?

Sein Hauptziel – Hilfe für Menschen in der Stadt, die Hilfe nötig haben – unterstrich der junge Verein vor Weihnachten mit einer 1000-Euro-Spende für die Kinderkrebshilfe Unna. „Das ehrenamtliche Engagement von Monika und Dieter Rebbert halten wir für großartig und unterstützenwert“, betont Vorsitzende Margarethe Strathoff.

Sie beschreibt „Wir für Unna“ als „jungen Verein, der versucht, unsere Stadt mit innovativen Ideen liebenswert zu begleiten.“

So stellte Wir für Unna bereits einige Anträge an die Stadtverwaltung – wie zum Beispiel den,  die Fernbusse „FlixBus“ an Unna anzubinden.

Mit seinen direkten Anschlüssen an die A1 und A44 verfüge Unna über eine ausgesprochen gute Infrastruktur, betont Strathoff. „Hier sollte die Verwaltung offensiv das Gespräch mit potenziellen Anbietern suchen, um unsere verkehrlichen Vorzüge gegenüber den Unternehmen deutlich zu machen und Anbindung an innerdeutsche Ziele wie Hamburg, Berlin und München zu erhalten. Diese Routen beinhalten meist auch noch Haltestellen in anderen Städte.

Wasserspiel auf dem Kirchplatz, Archivbild von der Eröffnung. (Foto Rundblick)

Maggie Strathoff erinnert in ihrem Rückblick aufs erste Vereinsjahr auch an den Antrag „Wasserflächen/Wasserspiele“, die nach Wunsch von „Wir für Unna“ bei der  Fußgängerzonensanierung mit eingeplant werden sollten. Leider, bedauert Strathoff, wurde das Anliegen abgelehnt.

Ein großer Fehler aus Sicht des jungen Bürgervereins. „Das Klima in den Innenstädten verändert sich; an heißen Sommertagen klettern die Temperaturen mitunter bis zur 40 Grad-Marke. In mit Unna vergleichbaren Städten haben die Erfahrungen gezeigt, dass gerade Wasserspielgeräte oder auch Wasseranlagen die Aufenthaltsqualität auch von Familien steigern“, betont Margarethe Strathoff.

Der Stadtrat lehnte jedoch mehrheitlich ab. „Mit der Begründung, dass wir ausreichend Brunnen hätten – wie zum Beispiel unseren Esel- und den Kürtenbrunnen“, erinnert Strathoff. „Dennoch sei man bemüht, dass diese in Zukunft besser gereinigt werden. Auch wurde angeführt, dass wir schließlich das Wasserspiel an unserer Stadtkirche hätten. Dieses ist jedoch nicht städtisch und ist wohl aufgrund der Schäden durch Sturm Friederike vom 18.01.2018 auf Jahre gesperrt, da die Kirche so aufwändig saniert werden muss.“

Eselbrunnen auf dem Markt. (Foto Rundblick)

Für den Bürgerverein blieb der schale Eindruck zurück, dass das Wort „Wasserspiele“ bzw. „Wasserflächen“ sehr dehnbar gesehen wurde und einige Lokalpolitiker mit diesen Begrifflichkeiten wenig anfangen konnten.

Nichtsdestotrotz: „Wir bleiben dran und werden auch im neuen Jahr versuchen, uns kreativ und nutzbringend für unsere Stadt einzubringen!“

Der Bürgerverein „Wir für Unna e.V.“ wurde im Februar 2018 gegründet. Unter den Mitgliedern und Aktiven finden sich Künstler, Gewerbetreibende, Ärzte, Architekten, Anwälte, Krankenpfleger wie auch Angestellte – quasi „ein Querschnitt unserer Stadtgesellschaft“, wie es der Vereinsvorstand formuliert.

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