Auf der Suche nach Pinkki… Weiße Damhirschkuh aus Bönen ist schon 25 km weit gewandert

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Pinkki im Sommer in ihrem Gehege. (Foto JuBiKa)
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Weiter auf der Suche nach Pinkki…  „Selbst wenn man weiß, wo sie ist, kann man sie noch lange nicht fangen 😔“, seufzt der JuKiBa-Speckenhof Bönen.

Seit Ende November versuchen die Betreiberinnen des Hofes, die ausgebüxte weiße Damhirschkuh Pinkki wieder heim zu bekommen. Das ist erheblich schwieriger, als der Laie sich so denkt. Momentan hat sich Pinkki im Kreis Soest häuslich eingerichtet.

„Sie ist scheinbar zweimal vor Sturm und Regen davongelaufen, immer in die Windrichtung, und hat seit Anfang Dezember 25 km zurückgelegt“, berichtete der JuKiBa-Hof am Freitag (11. 1.) in einem aktuellen Suchaufruf auf seiner Facebookseite.

Das ist Pinkki, aufgenommen bei Nacht. (Foto: JuKiBa Speckenhof Bönen)

Auf unsere Anfrage schilderten uns die Hofbetreiberinnen dankbar, dass die Jäger in der Gegend um Soest sehr hilfsbereit seien. „Se haben alle anderen informiert, damit jeder weiß, daß Pinkki Besitzer hat und versucht wird, sie wiederzubekommen. Die Leute an dem Ort, wo sie sich gerade hoffentlich fest ,ansiedelt´, sind auch total nett. Sie gehen extra mit ihren Hunden woanders lang und helfen uns bei der Beobachtung.“

Am Samstagmorgen (12. 1.) wurde Pinkki auf einem Feld von verschiedenen Autofahrern beim Frühstück gesehen, berichtet die Betreiberin. „Gar nicht weit von dem Futterplatz, den ich für sie einrichten konnte. Wir müssen, sobald sie sich dort eingewöhnt hat, versuchen, ein großes Gehege drumherum aufzubauen und sie dort zu füttern. Dann kann man das Gehege schließen und sie betäuben lassen, um sie nach Hause zu holen.“

Um das Tier sicher einfangen zu können, einen mobilen Wildzaun anschaffen und eine weitere Wildkamera, was leider ziemlich viel kostet.“

Deswegen braucht der Hof finanzielle Hilfe.

„Drei Rollen Wildschutzzaun liegen bei 330 Euro, dazu kommen die entsprechenden Pfosten mit 429 Euro sowie die Kamera 290 Euro. Zum Glück kann man diese Materialien später weiterhin für alle Damhirsche nutzen. Die Kameras lassen sich sogar als Alarmanlage einsetzen, um das Hirschgehege vor weiteren Einbrüchen zu schützen.“

JuKiBa ist eine gemeinnützige Einrichtung (zudem Freier Träger der Jugendhilfe und Frühförderstelle), sie darf daher auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

Foto JuKiBa

Wer die Frauen bei der Suche nach Pinkki unterstützen möchte: Der Hof freut sich über jede noch so kleine Spende: 

Stichwort: Pinkki
JuKiBa Speckenhof-Spendenkonto bei der
Sparkasse Bergkamen-Bönen,
IBAN: DE60 41051845 000 1038637.

Der Hintergrund von Pinkkis Verschwinden ist traurig, denn es wurde damals ins  Damwildgehege eingebrochen. Daher lief sie weg. Das zahme Reh Frau Mahlzahn verschwand spurlos, zu befürchten ist, dass jemand einen Rehbraten aus dem Tier gemacht hat. 🙁 

Die anderen Tiere gerieten bei dem Einbruch wahrscheinlich in Panik und sprangen über den beschädigten Zaun. Diesen hatte jemand zur Hälfte geöffnet, und auch ein direkt daran grenzendes Weidetor, das immer geschlossen gehalten wurde. Dem Vorgehen nach zu urteilen kannte sich der Täter mit solchen Gegebenheiten aus und muss auch recht groß sein (mindestens 1,80 m), denn um den Gehegezaun zu steigen, braucht man ziemlich lange Beine.

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