Nächster Ansiedlungstraum in Unna geplatzt: Kein UNIQ-Neubau auf Viktoria-Areal

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Die Viktoria-Brache zwischen Viktoriastraße und Bahnhof Unna. (Archivbild RBU)
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Und der nächste Traum von einer zugkräftigen Ansiedlung in Unna ist geplatzt.

Das Holzwickeder Erfolgsunternehmen UNIQ (mit dem Reiseportal Urlaubsguru) wird sich nicht auf dem Viktoriagelände zwischen Bahnhof und Viktoriastraße ansiedeln.

Dies hatte das Bauamt der Stadt Unna vor anderthalb Jahren bereits übereilt auf einer Pressekonferenz als quasi beschlossen verkündet – zur erheblichen Irritation und zum Ärger der beiden UNIQ-Geschäftsführer Daniel Krahn und Daniel Marx. Diese erfuhren von dieser Pressekonferenz über ihr Unternehmen aus der Presse, waren selbst weder von der Stadt informiert noch zur Pressekonferenz eingeladen worden. (Wir berichteten HIER.)

Das seit buchstäblich Jahrzehnten brach liegende Viktoria-Areal war durchaus eine Option für einen Umzug und Neubau von UNIQ – aber eben nur eine von mehreren, sagte uns Daniel Krahn damals sehr deutlich.

Nach eingehender Prüfung aller Für und Wider hat sich das Unternehmen nun aus wirtschafltichen Gründen gegen einen Umzug in den Unnaer Norden entschieden. Man konnte sich nicht mit der Stadt einigen.

„Bis Ende 2020 bleiben wir in den bestehenden Gebäuden hier in Holzwickede, wo wir noch mehrere Etagen dazubekommen haben“, teilte uns Unternehmenssprecherin Nicole Brückner am Freitagnachmittag mit. „Weitere Optionen in der Umgebung sind in der Prüfung, aber Genaueres können wir dazu noch nicht wirklich sagen.“ Dortmund, Kamen, Holzwickede, ja auch Unna – allerdings nicht Viktoria: Denkbar sei aktuell alles.

Das zugewucherte Grundstück an der Viktoriastraße, das sich immer zu einem Naturbiotop mitten in der Stadt entwickelt, befindet sich weiterhin im Privatbesitz. Daher kann die Stadt nicht nach Beliebten mit der exponierten Fläche verfügen. 

  • Bürgermeister Kolter sagte uns in einem Interview vor seiner letzten Amtszeit Folgendes zu diesen Ansiedlungsprojekten: „Aus heutiger Sicht war es die beste Entscheidung, dass wir damals bei der Viktoria-Einkaufspassage den Cut gemacht haben. Eine solche Ansiedlung, wie sie sich der Eigentümer vorstellte, hatte, hätte unseren Innenstadthandel nachhaltig geschadet. Die Spielregeln sind deshalb durch den Bebauungsplan klar definiert.
    Die Fläche hat ein großes Entwicklungspotenzial. Fast hätten wir dort die Sparkassenakademie für Nordrhein- Westfalen ansiedeln können. Der Eigentümer hat die Tür zu Gesprächen geöffnet, ich sehe uns da auf einem guten Weg. Dasselbe gilt für die Mühle Bremme.“ http://archiv.rundblick-unna.de/buergermeister-ohne…/

 

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