6 NRW-Rettungshubschrauber inkl. Christoph 8 flogen über 7000 Einsätze – Hauptgrund waren nicht Unfälle

0
257
Bild: ADAC Westfalen e.V.
Facebookrss

Wenn im vorigen Jahr Rettungshubschrauber in die Luft stiegen, waren nicht Unfälle der Hauptgrund – die kamen erst auf Platz 4: Weitaus häufiger waren internistische Notfälle.

Die Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber der ADAC-Luftrettung flogen 2018 NRW-weit  6233 Einsätze – weniger als im Vorjahr (6425). Mit dabei; Christoph 8, der in Lünen stationiert ist. Er rückte überdurchschnittlich oft wegen Verkehrsunfällen aus.

Von den sechs direkt in NRW stationierten Hubschraubern war der in Würselen bei Aachen stationierte „Christoph Europa 1“ mit 1883 Einsätzen (2017: 1971) erneut am häufigsten unterwegs. Es folgten „Christoph 25“ aus Siegen mit 1376 Einsätzen (2017: 1121), „Christoph Europa 2“ aus Rheine mit 1226 Einsätzen (2017: 1345) sowie „Christoph 8“ aus Lünen mit 1202 Einsätzen (Vorjahr: 1238).

Die hauptsächlich für die Verlegung von Patienten eingesetzten Intensivtransporthubschrauber „Christoph Westfalen“ aus Greven und „Christoph Rheinland“ aus Köln kamen auf 1013 (2017: 1027) sowie 771 (Vorjahr: 803) Einsätze.

Insgesamt waren die sechs NRW-Hubschrauber damit 7471 Mal in NRW, angrenzenden Bundesländern und im benachbarten Ausland zur Stelle.

  • Einsatzursache Nummer eins waren bundesweit mit 48 Prozent erneut die internistischen Notfälle wie akute Herz-/Kreislauferkrankungen.
  • Dahinter kamen Freizeitunfälle beim Sport oder im Haushalt (13 Prozent),
  • gefolgt von neurologischen Notfällen (z.B. Schlaganfälle) sowie Verkehrsunfällen (jeweils elf Prozent).
  • Gerade Christoph 8 (24 Prozent) und der Hubschrauber in Rheine (18 Prozent) rückten allerdings überdurchschnittlich häufig zu Verkehrsunfällen aus.
Bild: ADAC Westfalen e.V.

Insgesamt flogen die Piloten der gemeinnützigen ADAC Luftrettung im vergangenen Jahr zu 54.356 Einsätzen. Damit erreichten die fliegenden „Gelben Engel“ mit täglich rund 150 Notfällen das Vorjahresniveau (54.491). Die Liste der Einsatzorte in den Bundesländern führt Bayern mit 12.472 Einsätzen an, hier befinden sich auch die meisten der 36 Stationen der ADAC Luftrettung. NRW liegt auf Rang drei. Unter den versorgten Patienten waren mit knapp 60 Prozent erneut deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa jeder zwölfte Patient war ein Kind oder Jugendlicher.

Mit 50 Rettungshubschraubern und 36 Stationen ist die gemeinnützige ADAC Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. Für sie arbeiten bundesweit mehr als 1000 Personen – darunter rund 160 Piloten, etwa 230 Notfallsanitäter (TC HEMS) und rund 580 Notärzte. In der Regel besteht das Team einer Station aus drei Piloten, fünf Notfallsanitätern und 15 Notärzten.
Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur Stelle.

Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen gilt: Je schneller der Patient vom Notarzt vor Ort versorgt oder in eine geeignete Klinik transportiert wird, desto besser sind seine Heilungs- oder gar Überlebenschancen. Seit 2017 ist die ADAC Luftrettung ein Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.

PM: ADAC Westfalen e.V.

Facebookrss