GSG-Schüler gestalten Auschwitz-Gedenken – Kolter betont Wichtigkeit der Erinnerungskultur

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isa Kraus, Annika Markert, Melanie Miller, Kai Frieder Schön und David Wagner (Grundkurs Geschichte/bilingual) machten deutlich, wie wichtig die Erinnerung an die Gräuel des Naziregimes ist. (Fotos: Stadt Unna)
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Bürgermeister Werner Kolter unterstreicht dieses Gedenken und die Form, es zu begehen, als „wichtige Tradition“ – und er betont die Wichtigkeit, sich „politischen Kräften in Deutschland“ entgegenzustellen, die diese „Erinnerungskultur in Frage stellen“.

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gestalten Jugendliche der weiterführenden Schulen Unnas traditionell die Gedenkfeier im Rathaus aus. Die Stadtverwaltung resümiert die Veranstaltung, die am heutigen Vormittag stattfand.

Demnach gestalteten in diesem Jahr Oberstufenschülerinnen und -schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) die Feier im Ratssaal, mit eindringlichen Worten und stimmigen Musikbeiträgen. Lisa Kraus, Annika Markert, Melanie Miller, Kai Frieder Schön und David Wagner (Grundkurs Geschichte/bilingual) machten deutlich, wie wichtig die Erinnerung an die Gräuel des Naziregimes ist.

„Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen“,

sagte der damalige Bundespräsident Roman Herzog, als er 1996 diesen Gedenktag ins Leben rief. Die GSG-Schüler, so die Stadt, „bewiesen, mit welcher Intensität und Reife sie sich dem Thema auseinandergesetzt hatten.“

So lasen die Jugendlichen unter anderem eine Szene aus dem Theaterstück „Die Ermittlungen“ des Dramatikers Peter Weiss aus dem Jahr 1965, das den ersten Frankfurter Auschwitzprozess von 1963 bis 1965 mit den Mitteln des dokumentarischen Theaters thematisiert.

Zum Programm gehörten auch Texte von Viktor E. Frank (der als Jude 1942 deportiert worden war) sowie Viktor Klemperer, der als sogenannter „Geltungsjude“ u. a. eine Abhandlung über die Sprache im 3. Reich geschrieben hat.

Bürgermeister Werner Kolter lobte nach der Kranzniederlegung unter großer Beteiligung der Gäste die ausdrucksstarken Vorträge und stimmigen Musikbeiträge der jungen Menschen:

„Es gibt politische Kräfte in Deutschland, die diese Erinnerungskultur in Frage stellen. Es bleibt unser aller Verantwortung, Zivilcourage zu zeigen, um ähnlichen Entwicklungen entschieden entgegenzutreten. Denn Verschweigen kann offenkundige Schuld nicht tilgen.“

Bürgermeister Werner Kolter mit den Vizebürgermeistern Renate Nick und Frank-Holger Weber bei der Kranzniederlegung.
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