Mehr Einkaufsmöglichkeiten in Massen. Ja oder nein?

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Der Saal war gut gefüllt. (Foto Privat)
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Ein Kommentar aus der Redaktion

Der Informationsabend für die Bürgerinnen und Bürger in Massen war voller Emotionen, Diskussionen und Kommentare.

Was braucht Massen und was will Massen bzw. insbesondere die Anwohner rund um das geplante Bauprojekt?

Welches Planungsprojekt? Aktuell besteht die Planungsidee am Standort Massener Bahnhofstraße Ecke Kletterstraße einen Neubau mit einem Supermarkt, einem Aldi, Gastronomie und weiteren Objekten.

Einig sind sich hier alle, für den EDEKA an der Kleistraße muss Ersatz her. Ein Discounter alleine am alten EDEKA Standort wird wohl nicht reichen. Schließlich soll Massen auch in Zukunft attraktiv bleiben und weiter werden. Sowohl für die Menschen, die bereits in Massen leben als auch für künftige Generationen. Junge Familien mit Kindern, die entsprechende Einkaufsmöglichkeiten in der nahen Umgebung nutzen möchten.

Zu Fuß aus der Kletterstraße zum Einkaufen, ist aktuell wohl eher etwas aufwendiger. Insbesondere dann, wenn auch Produkte aus einer Drogerie benötigt werden. Ohne Auto und z.B. mit Kind oder Kinder kommt man dann nicht weit. Auch Senioren sind hier betroffen. Ein Auto ist dann meist zwingend erforderlich. Schöner wäre es doch einen Standort zu haben, der nicht nur für den Wocheneinkauf dient, sondern auch zum Verweilen einlädt. Mit der geplanten Gastronomie in dem denkmalgeschützten Fachwerkhaus, welches durch den Investor komplett gemäß Denkmalschutz saniert werden soll, wird es eine tolle Möglichkeit geben eine Begegnungsstätte zu schaffen.

Und was ist mit der Freifläche, Grün und frischer Luft. Da gehe ich vollkommen mit, die Stadt sollte sich hier in der Verantwortung sehen Ersatz zu schaffen. Meines Erachtens nach, sollten auf dem neuen Areal, neben dem Rad- und Fußweg am Massener Bach entlang und der Parkplatzbegrünung auch  durchaus ein Spielplatz und kleinerer Grünflächen eingeplant werden. Ebenso ist es wünschenswert, dass gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern nach weiteren Möglichkeiten gesucht wird, um stadtparkähnliche Flächen in Massen zu schaffen. 

Zudem bietet der Bereich, wie vom Investor bereits angesprochen, Platz für ein Gebäude nach Wahl. Eine Kita oder ähnliches können hier zusätzlich realisiert werden, was vom Investor Löer Immobilien auch ausdrücklich erwünscht ist. Also liebe Massenerinnen und Massener, was wünschen sie sich?

Aber nicht nur die Bürgerinnen und Bürger aus Massen haben was zu sagen, auch der Gewerbeverein hat eine Meinung. Der Gewerbeverein begrüßt die Idee der Planung durch den Investor. Jetzt fragt man sich, warum die Stimmen laut werden, die sich gegen die Planung aussprechen. Zu geringe Kaufkraft? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das neue Supermarktareal auch Kunden aus Wickede und Umgebung anlockt. Oder hat es vielleicht was mit dem geplatzten „Aldi-Deal“ zu tun, damals als ein anderer Supermarkt in Massen sich vergrößert hat und erneuert wurde? Ich weiß es nicht und stelle mir genau diese Fragen.

Und wo wir schon dabei sind, Kritiken festzuhalten. Der Verkehr würde durch eine neue Ampelanlage laut Gutachten, doch viel besser fließen und geregelt werden als es aktuell der Fall ist. Ich frage mich hier, was genau spricht aus sachlicher Sicht eigentlich gegen den Bau? Ein Thema, dass mich und mit Sicherheit auch die Bürgerinnen und Bürger noch weiter beschäftigen wird.

Wann hat mal schon mal die Chance, dass ein Investor so richtig in einen Stadtteil investieren möchte? Ja, die Grünfläche wird durch den Bau verkleinert werden oder gar ganz verschwinden, aber wird durch ein Einkaufszentrum mit Gastronomie nicht auch deutlich mehr Attraktivität nach Massen gebracht? Mehr Attraktivität für junge Menschen und Familien sich auch wieder vermehrt in Massen niederzulassen? 

Das sind alles Punkte die Beachtung auf beiden Seiten finden sollten.

Texte: Katharina Suttrop

 

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1 KOMMENTAR

  1. Ich wohne selbst in Massen am nördlichen Ende und finde das Einkaufsangebot ziemlich begrenzt, also ein neues Einkaufszentrum wäre mehr als positiv, nur das ins Auge gefasste Gelände halte ich verkehrstechnisch nicht für optimal. Die Stadt Unna muss dringend Ihr Konzept zur Ansiedelung von Handel und Gewerbe überdenken, manchmal scheint man da im Rathaus keine schlüssige Strategie zu haben.