Grüne kritisieren Mio.-Projekt am Hertinger Tor: „Neue Grundschule schon jetzt zu klein geplant“

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Luftbild des betroffenen Bereichs. (Fotoquelle: Stadt Unna)
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Neue Grundschule, neue Kita, neuer Sportplatz im Unnaer Süden.

Vor Weihnachten wurden die Architektenleistungen ausgeschrieben, über 20 Millionen Euro will die Stadt Unna auf dem früheren Sportplatzgelände am Hertinger Tor für einen neuen Bildungsstandort ausgeben.

Doch schon jetzt stoßen die Pläne auf grundsätzliche Kritik: Die Grünen monieren, dass das moderne neue Grundschulgebäude (als Ersatz für Falk- und Nicolaischule) schon jetzt zu klein geplant ist.

Denn, so argumentieren die Grünen in einer Pressemitteilung zum Thema:

„Mittlerweile gewinnt der Fakt der steigenden Schülerzahlen auch in Unna an Bedeutung. Denn der Neubau der Grundschule am Hertinger Tor ist für einen dreizügigen Betrieb konzipiert und der ist faktisch belegt schon jetzt zu klein.“

In der Auftragsbekanntmachung kündigt die Stadt an, dass „zwei bestehende Grundschulen zusammengelegt und dafür am Standort Hertinger Tor eine neue 3-zügige Grundschule mit einer Sporthalle gebaut werden“ soll, ergänzt „durch ein Familienzentrum … aus einer 4-gruppigen Kita mit ergänzenden Räumen.“

Eine Machbarkeitsstudie liege vor und diene als Grundlage für die Ausschreibung, bis Ende November 2019 soll Bauantrag eingereicht und das Gebäude dann im Juli 2023 eröffnet werden.

Die Planskizze. (Fotoquelle Stadt Unna)

„Sprechen Schulverwaltung und Bauverwaltung nicht miteinander, dass eine Ausschreibung rausgeht, die an den Realitäten vorbei geht?“,

fragen die Grünen empört:

Die zuständige Beigeordnete (Kerstin Heidler) habe in der jüngsten Schulaussschusssitzung darauf mit Achselzucken reagiert, „und das Bauderzernat bringt ohne weiteres Hinterfragen die bereits jetzt schon überholte Ausschreibung auf dem Weg. Das ist kein abgestimmtes Verwaltungshandeln.“ Hinweise im Schulausschuss vom Vorsitzenden Michael Sacher seien nicht ernst genommen worden.

Was die Grünen fordern:

„Die Verwaltung soll sich Gedanken machen, wie sie dies ausschreibungstechnisch hinbekommt.“ Dabei sollte auch erneut darüber nachgedacht werden,  ob nicht ein klassisches Wettbewerbsverfahren mit mehreren möglichen Bewerbern sinnvoller sei als die jetztige Ausschreibung mit maximal 5 Bietern.

„Einen Schulneubau jetzt in dieser Form auszuschreiben, wenn bereits heute feststeht, dass die Räumlichkeiten nicht ausreichen werden, ist angesichts etwaiger drohender Mehrkosten nicht vermittelbar und letztlich ein Fall für den Bund der Steuerzahler.“

Quelle: https://www.gruene-unna.de

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