Erneut in Zelle: Dritter Brand binnen weniger Wochen in JVA-Klinik Fröndenberg

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JVA-Krankenhaus Fröndenberg. (Foto: Rundblick)
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Das Justizvollzugskrankenhaus (JVK) am Hirschberg in Fröndenberg hat eine üble Serie. Zum dritten Mal binnen weniger Wochen hat es dort am heutigen Mittag (6. 2.) gebrannt – wie bei den ersten beiden Malen in der Zelle eines Häftlings.

Matratze und Kopfkissen eines 28-jährigen libanesischen Strafgefangenen hätten Feuer gefangenen, so das JVK in einer Stellungnahme.

Dieser nun schon dritte Brand in der Klinik am Hirschberg seit der Vorweihnachtswoche sei den Informationen zufolge dadurch entstanden sein, dass sich Toilettenpapier durch Zigarettenglut entzündete.

Kurz nach dem Sirenenalarm war die Feuerwehr vor Ort, doch Bedienstete der JVK hatten die Flammen bereits mit einem Feuerlöscher erstickt.

Verletzt wurde diesmal niemand – anders als bei den vorangegangenn beiden Bränden: Mitte Januar war ein 20-jähriger Häftling durch Feuer in seiner Zelle verletzt worden; ein weiterer Insasse – ein 24jähriger Syrer – erlitt bei einem Feuer in seiner Zelle wenige Tage vor Weihnachten so schwere Verletzungen, dass er später in einer Spezialklinik daran verstarb.

Die Klinik prüfe derzeit die Anschaffung feuerhemmender Kleidung und flammenhemmender Bettwäsche für „Risikopatienten“, sagte Anstaltsleiter Joachim Turowski in Antenne Unna.

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3 KOMMENTARE

  1. Vielleicht ist es auch eine einfache und kostenfreie Lösung Rauchen und offenes Feuer in den Krankenräumen zu ver-/unterbieten. Kenne mich da nicht so aus aber ich kann mir nicht vorstellen dass bettlägrige Raucher in einem normalen Krankenhaus rauchen und zur Nacht und Seelenheil eine Kerze anzünden dürfen. Für eine Raucherpause außerhalb fehlt vermutlich auch das Personal um das Bett nach draußen zu schieben. Warum also bei diesem Klientel eine bevorzugte Behandlung und wo also bitte ist da das Problem??

      • Wäre ja einmal eine richtige Aufgabe für unsere Sozen, deren grüner Anhang, den befreundeten Linken und Herrn Resch von der DUH. Da wird dem Personal im Justizkrankenhaus wöchentlich durch passiven Zigarettenrauch eine höhere Feinstaubbelastung zugemutet als jemanden der (theoretisch) 24 Stunden ein Jahr lang an einer viel befahrenen Kreuzung steht. Hier wird, zum Wohlergehen von bestraften Tätern, leichtfertig die Gesundheit des Personals in Kauf genommen. Warum??