SPD stellt weiteren Antrag auf Tempo 30 in Unna

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Archivbild Rundblick.
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Mitten in der hitzigen Debatte um das geplante Tempolimit auf Friedrich-Ebert-, Kleistraße und Massener Hellweg steht heute im Haupt- und Finanzausschuss (7.2., 17 Uhr Ratssaal) ein weiterer Antrag auf Tempo 30 auf der Tagesordnung:

Die Die SPD-Fraktion hat ihn gestellt, und zwar für die Iserlohner Straße zwischen B1 und dem Kessebürener Weg. 

Der Antrag erfolge auf Hinweise von Lehrkräften des Ernst-Barlach-Gymnasiums, begründet die SPD ihr Begehr. Denn dort an der Iserlohner Straße seien häufig Schüler unterwegs.

Auf dem Teilstück der Iserlohner Straße von der B1 bis zum Stadtausgang hat die Verwaltung bekanntlich vor ca. einem Jahr bereits Tempo 30-Schilder aufgestellt. Sie setzte damit den Ratsbeschluss zum Lärmaktionsplan im ersten Schritt um. Die weiteren Schritte vollzieht sie noch im Februar auf den oben genannten drei Hauptverkehrsstraßen in Massen und Königsborn.

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4 KOMMENTARE

  1. Ich habe bereits an anderer Stelle auf „rundblick-unna.de“ meine Sichtweise zu dem Thema gepostet, aber zu diesem Beitrag möchte ich unbedingt etwas schreiben:

    Mittlerweile erscheint es so, als würden die Damen und Herren Politiker das Argument „da sind Schüler unterwegs“ als Generalargument vorweisen, um ein Tempolimit als unausweichlich erforderlich durchsetzen zu können. Ja, stimmt, DA sind Schüler unterwegs. DA ist aber auch eine Fußgängerampel und zwar unmittelbar in Höhe der Schule (Ernst-Barlach-Gymnasium). Hat es im genannten Bereich in der Vergangenheit einen Verkehrsunfall zwischen PKW / LKW und Fußgänger gegeben, der auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen war? Oder mehrere? Ist die Örtlichkeit (u. a. auch im Hinblick auf die Geschwindigkeit) ein Unfallbrennpunkt? Misst die Polizei dort aus gegebenem Anlass des Öfteren die gefahrene Geschwindigkeit von Fahrzeugen? Wenn das Argument „da sind Schüler unterwegs“ vorgetragen wird, wo, bitte schön, ist dann die Grenze? An unzähligen Straßen in Unna sind morgens und mittags „Horden“ von Schülern unterwegs. „Knallt“ es deshalb ständig? Oder zumindest oft? Müssen nun alle Straßen, an denen sich Schüler entlang bewegen, mit Tempo 30 reguliert werden? Was ist denn dann mit all den Straßen, an denen sich ältere Menschen bewegen? Sind die nicht auch schutzbedürftig? Müsste ihretwegen nicht überall das Tempo reduziert werden? Oder gilt das Argument „sind da unterwegs“ nur für Schüler? Oder ist es vielmehr ein vorgeschobenes Argument, um Tempo 30 durchsetzen zu können? Keine Frage, Fußgänger sind im Straßenverkehr das schwächste Glied, aber in sehr vielen Fällen sind es gerade sie, die durch ihr Fehlverhalten Verkehrsunfälle verursachen. In dieser Stadt wird auf einmal so getan, als wären „rasende Autofahrer“ der Kern allen Übels und als wäre dem nur mittels Tempo 30 beizukommen.

  2. Welchen Plan verfolgt der SPD Antrag, Lärmschutz oder Verkehrssicherheit? Das ist mir jetzt nicht so ganz klar geworden.
    Wenn Verkehrssicherheit im Vordergrund steht, müsste ja dort ein Unfallschwerpunkt vorhanden sein. Dazu fehlen mir aber die konkreten Zahlen um das beurteilen zu können.
    Über das Thema Lärmschutz kann man ja trefflich streiten, da gibt es wohl Gutachten mit unterschiedlichen Aussagen.
    Oder geht es hier aus ideologischen Gründen darum den Autofahrer zu drangsalieren?