„Willst du Bonbons?“ Fremder in weißem Pkw sprach Schülerin in Königsborn an – Polizei gibt Hinweise

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Schulzentrum Nord in Königsborn mit Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) und Werner von Siemens-Gesamtschule (GEK). Archivbild Rundblick Unna
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Der Fremde fragte die Schülerin vom Beifahrersitz eines weißen Autos heraus: „Willst du Bonbons?“ Zum Glück reagierte das Mädchen richtig.

Warnungen machten gestern schon per WhatsApp die Runde: Am Schulzentrum Nord in Königsborn (Geschwister-Scholl-Gymnasium/Werner von Siemens-Gesamtschule) wurde gestern Mittag (6.2.) eine 13-jährige Schülerin aus einem Pkw heraus angesprochen. Die Schulleitung des GSG zeigte den Vorfall bei der Unnaer Polizei an.

Diese bestätigte heute Morgen, was die Schülerin geschildert hatte:

Demnach war die 13-Jährige gegen 13:30 Uhr  auf dem Heimweg von der Schule, als im Bereich Palaiseaustraße/Hammer Straße ein weißer Pkw (mit abgedunkelten Scheiben, so unsere weitergehende Information) neben ihr hielt.

Ein unbekannter Mann fragte das Mädchen vom Beifahrersitz aus, ob sie Bonbons haben wollte. Das Auto stand an der Ampel an der Palaiseaustraße auf der rechten Spur.

„Die Schülerin reagierte genau richtig“, lobt die Unnaer Polizei: Das Mädchen reagierte nämlich überhaupt nicht auf die fragwürdige Offerte.

Statt dessen ging sie nach Hause und erzählte ihren Eltern davon.

„Zur Beschreibung des Mannes wurde lediglich gesagt, er sei dunkelhäutig und habe eine dunkle Kopfbedeckung und eine dunkle Jacke getragen.“

Die Polizei bittet darum, Folgendes zu beachten:

Das bloße Ansprechen von Kindern stellt für sich gesehen noch keine Straftat dar. Gleichwohl kommt es immer wieder zu Situationen, in denen nicht klar ist, was mit dem Ansprechen bezweckt wird. Daher nimmt die Polizei jeden dieser Hinweise sehr ernst.

Die tatsächlich Gefahr für Kinder, Opfer eines fremden Gewalttäters zu werden, ist sehr gering. Dennoch verbreiten sich solche Vorkommnisse sehr schnell und verängstigen Eltern und Kinder gleichermaßen.

Um dem entgegen zu wirken, sollten folgende Punkte beachtet werden:

   -	Wenden Sie sich an die Polizei und melden die verdächtige 
Wahrnehmung.
   -	Streuen Sie keine ungesicherten Informationen, besonders nicht 
über die sozialen Medien. Diese verselbständigen sich und führen eher
dazu Eltern und Kinder zu verängstigen.
   -	Geben Sie ihren Kindern Verhaltenshinweise, wie nicht mit 
fremden Personen mitzugehen oder in fremde Fahrzeuge einzusteigen.
   -	Treffen Sie Absprachen mit ihrem Kind und halten Sie diese ein, 
denn das Kind lernt vom Vorbild. Erklären Sie ihrem Kind wo Sie für 
es jederzeit zu erreichen sind.
   -	Üben Sie mit ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen
verhalten soll. Es sollte sich nicht scheuen, andere Erwachsene um 
Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam machen.
   -	Ihr Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen. Erklären Sie ihm, 
dass es bei Gefahr ohne Geld oder Telefonkarte von jeder öffentlichen
Telefonzelle und auch ohne Guthaben vom Handy aus die Polizei rufen 
kann.

Für weitere Nachfragen steht das Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz unter der Telefonnummer 02307 921 4900 zur Verfügung.

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