Alles wieder auf Start mit Eishalle? CDU tendiert weiter zu „Nein“ – Linke hofft auf Kompromiss

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Die Eissporthalle Unna am Bergenkamp. (Archivbild: Rundblick Unna)
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Doppelt so viele Unterschriften für das Eishallen-Bürgerbegehren wie nötig liegen vor – was nun, Unnaer Politik?

Nach dem abrupten Umschwenken der FDP auf die Linie der Befürworter und der äußerst skeptischen Lageeinschätzung des FLU-Vorsitzenden Klaus Göldner teilten uns am Freitagabend zwei weitere Fraktionsvorsitzende ihre Bewertung der aktuellen Situation mit.

Für die CDU schrieb uns Rudolf Fröhlich:

CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich. (Foto RB)

„Ich habe in dieser Frage noch keinen Fraktionsbeschluss herbeigeführt. Die Meinungen in der Fraktion tendieren aber nach meiner Einschätzung dahin, dem Begehren NICHT stattzugeben. An meiner persönlichen Einstellung dazu würden im Übrigen auch 6000 gültige Unterschriften nichts ändern.“

Indes müssten die Unterschriftenlisten ohnehin zunächst durch die Verwaltung geprüft werden. „Erst dann werden wir wissen, wie viele gültige Unterschriften vorliegen. Vorher ist für mich eine seriöse Aussage dazu nicht möglich.“

Für die Linke hofft Fraktionschefin Petra Ondrejka-Weber hingegen auf ein Umdenken ihrer Ratskollegen und -innen:

Petra Ondrejka-Weber, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Unnaer Stadtrat. (Foto: Ondrejka-Weber)

„Wir hoffen, dass die Fraktionen, aber auch die Ratsmitglieder noch einmal in Klausur gehen und einen Kompromiss finden,  wie sie ihn beim Vereinshaus Alte Heide und dem Waldstadion Billmerich gefunden haben.

Beim Vereinshaus Alte Heide zum Beispiel hat sich für die Bürger und für die Stadt doch eine win win Situation ergeben. Das Vereinshaus bleibt, der Sportplatz kann überplant werden. Für Billmerich ist ja auch eine Lösung gefunden worden.

Bei der Eishalle sollte ein Kompromiss dann auch möglich sein. Große Teile des Grundstückes können doch an die Stadt zurückgehen zur weiteren Planung.

Ich hoffe auch, dass die  Fraktionen und Ratsmitglieder das Potential des Standortes der Eissporthalle in Unna berücksichtigen, was die Bürgerinitiative hervorgehoben hat und ausschöpfen will.

Wie auch beim Bornekampbad, so muss die Eissporthalle um ihr Überleben kämpfen. Das Bornekampbad ist zu einem Schmuckstein geworden und hat es geschafft, ein unverzichtbarer Bestandteil der Unnaer Attraktivität zu werden.

Ich persönlich trauen dem Verein „Unna braucht Eis“ ebenso zu, dass es ihm gelingt, eine gut funktionierende Eissportmöglichkeit zu erhalten. Für die bei vielen Menschen in Unna, vereinsgebunden oder nicht ein großer Bedarf besteht. Die aber auch noch weitaus mehr Potential beinhaltet.

Das wären unsere Erwartungen, noch mal „links oben“ anzufangen, wie man das in der Musik sagt. Alles noch mal auf den Tisch. Vielleicht in einem interfraktionellen Gespräch. Das werden wir anbieten.“

 

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