Bürgerbeschwerde gegen 30 auf Unnaer Hauptstraßen: Antwort aus dem Rathaus

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Iserlohner Straße in Höhe Total-Tankstelle: Hier gilt bereits Tempo 30 statt 50 seit knapp einem Jahr. Weitere Straßen bzw. - abschnitte will die Stadt jetzt im Februar folgen lassen. (Archivbild RB)
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Aus dem Rathaus hat der Beschwerdeführer schon mal die erste Post bekommen.

Alexander J., der gegen die geplanten Tempo 30-Pläne auf Friedrich-Ebert-, Kleistraße und Massener Hellweg umfangreiche Beschwerde eingelegt hatte, freut sich über zügige Rückmeldung der Stadt Unna. Wie berichtet, hatte er in Schreiben an Stadt und Kreis sowie an Straßen.NRW eine Neubewertung der 30er-Pläne beantragt und dies umfassend begründet.

Die Stadtverwaltung Unna verweist in ihrem kurzen Antwortschreiben auf den Lärmaktionsplan, den der Rat am 2. März 2017 mehrheitlich beschloss. Darin sind diese Temporeduzierungen auf einer Reihe innerstädtischer Hauptverkehrsstraßen bzw. Teilstücken vorgesehen.

Dieser Ratsbeschluss sei für die Verwaltung bindend, erklärt die Stadt dem Antrag stellenden Bürger. „Eine Weiterleitung Ihres Schreibens an den zuständigen Bereich für Öffentliche Sicherheit und Ordnung hätte daher möglicherweise nicht den von Ihnen gewünschten Effekt. Ihr Antrag auf Neubewertung der Situation könnte jedoch als Anregung/Beschwerde an den Rat gewertet und entsprechend in den Verfahrensweg gegeben werden.“

Mit diesem Vorgehen sei er einverstanden, so der Innenstadtbewohner.

Der Rat hatte sich vor ca. zwei Jahren gegen die Stimmen von CDU und FDP für das Tempolimit ausgesprochen, da dies als einzig realistischer Weg erschien, die EU-Vorgabe des Lärmschutzes umzusetzen. Ob er nun anders votieren würde, ist fraglich.

Auf Rückmeldungen des Kreis-Straßenverkehrsamtes und der Landesbehörde wartet er noch.

Friedrich-Ebert-Straße Höhe Parkstraße / Afferder Weg. Noch in diesem Monat soll sie komplett auf Tempo 30 reduziert werden. (Archivbild RBU)

 

 

 

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