Ganzke (SPD) und Polizeigewerkschaft „verwundert“: Messerangriffe erst ab 2022 in der Statistik

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Symbolbild, Pixabay
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Der Abgeordnete Ganzke (SPD) aus Massen ist „verwundert“.

Verwundert zeigt sich der Unnaer Landtagsabgeordnete zusammen mit der hiesigen Polizeigewerkschaft darüber, dass Messerattacken auch in den nächsten Jahren noch nicht statistisch erfasst werden. Erst ab 2022 sollen sie in die Polizeiliche Kriminalstatistik einfließen.

Hartmut Ganzke greift das Messer-Thema als innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion nicht zum ersten Mal auf. Erneut traf er sich jetzt zu einem Informationsaustausch mit dem Kreisgruppenvorsitzenden der GdP (Gewerkschaft der Polizei), Wilhelm Kleimann.

Wilhelm Kleimann (li.,) Hartmut Ganzke. (Foto Büro Ganzke)

Beide seien sie „verwundert“ über die Ankündigung des Bundeskriminalamtes (BKA), dass die Aufnahme von Angriffen mit Messern in die Polizeiliche Kriminalstatistik bis 2022 dauern soll.

„Die Innenministerkonferenz hat im Jahr 2018, auf Drängen der GdP und der SPD-Fraktion NRW, die Aufnahme solcher gefährlicher Angriffe in die amtliche Statistik beschlossen“, erinnert Hartmut Ganzke. „Warum eine Umsetzung dieses Beschlusses bis zu vier Jahre dauern soll, erschließt sich nicht“, betonen  Kleimann und Ganzke übereinstimmend.

„Auch im Kreis Unna ist es notwendig, valide Zahlen zu erhalten, um darauf aufbauend die Kolleginnen und Kollegen noch optimierter zu schulen und entsprechend auszurüsten“, so der örtliche GdP Chef.

Ganzke sagte zu, das Thema am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags zu thematisieren.

PM: Landtagsbüro Ganzke

  • Die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2018 wird NRW-weit – so auch bei der Kreispolizei Unna – am morgigen Mittwoch, 13. 2.., in der Mittagszeit vorgestellt.

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3 KOMMENTARE

  1. Was soll diese gespielte Verwunderung? Jeder Idiot hat inzwischen gemerkt, dass die Messerangriffe zugenommen haben und jeder Idiot hat mitgekriegt, wer gerne das Messer zückt.
    Wir brauchen keine gespielte Verwunderung und keine Statistik in vier Jahren. Herr Ganzke(SPD) sollte sich lieber dafür einsetzen, dass Messerstecher zügig ausgewiesen werden.