Eissporthalle: Auch SPD steht zum Abrissbeschluss

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Ratssitzung zum Eishallenbeschluss am 28. 6. 18. (Archivbild RBU)
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Damit läuft nun alles auf ein Bürgerbegehren hinaus. Kaum etwas deutet darauf hin, dass der Rat der Stadt Unna seinen Beschluss zum Abriss der Eishalle aus freien Stücken zurücknehmen wird.

Auch die SPD-Fraktion erklärte unserer Redaktion auf Nachfrage jetzt, dass sich an ihrer Entscheidung vom vergangenen Sommer grundsätzlich nichts geändert hat: Die Eissporthalle am Bergenkamp soll abgerissen, das Grundstück vermarktet werden für Wohnbauzwecke.

Die Eishalle Unna beim öffentlichen Besichtigungtermin am 16. 7. 2018. (Archivbild RBU)

Diesen Mehrheitsbeschluss vom 28. Juni 2018 hatte der Stadtrat lediglich ausgesetzt bis zum Ende des Jahres. In dieser Zeit war jedoch ein Bürgerbegehren angelaufen, für das die Erhaltungsverfechter dem Bürgermeister vorige Woche über 6000 Unterstützungsunterschriften überreichten – doppelt so viele wie für das Begehren benötigt.

Das ändert für die SPD erst einmal nichts an ihrem Standpunkt. Gleichwohl – sie möchte noch einmal reden.

Mitglieder und Anhänger der BI warteten mit einem schweren Paket in der Bürgerhalle auf Bürgermeister Kolter. Doppelt so viele Unterschriften wie für das Bürgerbegehren benötigt sind zusammengekommen. (Foto Rundblick)
Vor der Übergabe des mit Unterschriftenlisten vollgepackten Kartons: Andreas Pietsch von der BI (re.), Bürgermeister Werner Kolter. (Foto Rundblick)

„Die SPD-Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna steht zu dem im vergangenen Jahr getroffenen Beschluss“, teilte uns Fraktionsgeschäftführer Andreas Voß auf Nachfrage mit. „Die nun durch die Bürgerinitiative vorgelegten 6000 Unterschriften zeugen von einem hohen Engagement der Akteure innerhalb der Initiative. Daher wird die SPD- Fraktion nochmals das Gespräch mit der Initiative suchen, um sich die Argumente anzuhören.“

Praktisch identisch äußerte sich auch CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich, Skepsis überwiegt ebenso bei der Freien Liste Unna (FLU). Die Grünen äußern sich bisher nicht zur Eishalle, sie hatten ihren Standpunkt – klares Nein zum Erhalt – in der Ratsabstimmung deutlich genug artikultiert. Zu den Erhaltern übergeschwenkt ist hingegen die FDP, während die Linke von Anfang an strikt für den Erhalt der Eissporthalle war.

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