Neue Initiative „Gemeinsam Handeln“ für Unna: „Lichtleitsystem“ soll zum Lichtkunstmuseum führen – nur „Restfinanzierung“ fehlt noch

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Wilhelm Dördelmann - Verkehrsverein der Stadt Unna e.V., Daniela Guidara - Unna Marketing GmbH, Thomas Weber - City-Werbering Unna e.V. (Foto: Th. Schmithausen)
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„Gemeinsam Handeln“ für Unna –  eine neue Initiative für die Kreisstadt hat sich heute vorgestellt.

Und die Akteure haben erste Ideen: etwa ein „Lichtleitsystem“ zum Lichtkunstmuseum.

Da die Stadt Unna für das Zentrum für Internationale Lichtkunst entsprechend international bekannt sei,  soll eines der ersten Projekte eine Lichtkunstinstallation in der Fußgängerzone werden. Mit weißen, ca. 2 cm breiten Lichtstreifen soll der Besucher zum Lichtkunstmuseum im Keller der Lindenbrauerei geleitet werden.

„Dieses Projekt wird zu 90% kommen“, betont City-Werbering-Vorsitzender Thomas Weber. „Es fehlt lediglich eine kleine Restfinanzierung über etwa 20.000 Euro, für die wir noch Sponsoren suchen“, so Weber weiter. Konzipiert wurde das Projekt von einem Berliner Lichtkünstler.

Unter dem Motto „Gemeinsam Handeln“ für Unna stellten Thomas Weber und Altbürgermeister Wilhelm Dördelmann (Verkehrsverein der Stadt Unna e.V.) das neue Gemeinschaftsprojekt am Freitagmittag (15.2.) vor. Zu den Gründungsmitgliedern der neuen Initiative gehören neben Verkehrsverein und City-Werbering Unna auch der Wirteverein Unna, die  Gästeführer, der Wirtschaftsförderer der Stadt Unna Martin Bick sowie die Unna Marketing GmbH, die auch das Büro übernimmt.

„Die Initiative ist allerdings kein Closed Shop“, sagt Dördelmann, weitere Mitglieder sind willkommen. „Gemeinsam handeln ist gerade in Unna ein starker Begriff“, betont er.

Wilhelm Dördelmann (Foto: TS)

 

Die Innenstädte, heißt es in der Einstiegs-Presseerklärung der neuen Initiative, „erleben in einem noch nie dagewesenen Tempo einen dynamischen Wandel. Ein sich veränderndes, zunehmend trendorientiertes Konsum-, Ausgeh- und Freizeitverhalten macht auch vor Unnas Stadttoren nicht halt.

Die demografische Veränderung und eine Zunahme pluraler Lebensstile, die Auswirkungen der Digitalisierung und des Onlinehandels oder durch Gesundheitstrends veränderte Lebenseinstellungen dürfen nicht mehr nur als Randnotiz wahrgenommen und als Probleme der anderen zur Kenntnis genommen werden.“

„Ob unsere Innenstadt auch in Zukunft eine Funktion als Treffpunkt, Versorgungszentrum, Freizeit- und Kommunikationsort haben wird, hängt auch davon ab, mit welcher Kraft, Kreativität und Entschlossenheit wir die beschriebenen Trends in Unna aufgreifen und mitgestalten. Es geht aber nicht darum einen Zustand zu beklagen oder nur zuzusehen wie sich etwas ändert, sondern aktiv Menschen und Organisationen zusammenbringen, die sich in der Stadt auskennen, Probleme und Chancen sehen und vor allem handeln und sich einbringen möchten.“

Erste Ideen haben die Akteure bereits: „Ein Parkleitsystem, dass die Besucher zu einer der ausreichen vorhandenen Parkmöglichkeiten führen soll, ist zum Beispiel auch ein wichtiges Thema“, sagt Dördelmann. Pläne dazu hat die Stadt schon lange in der Schublade, erinnert Weber, allerdings gebe es nach wie vor keine Finanzierung.

Weiter ist daran gedacht, die Gemeinsamkeiten und Chancen der Initiative „Gemeinsam Handeln“ zu erfassen. In kleinen Arbeitsgruppen, zu denen je nach Themenfeldern weitere Fachleute und Interessenten eingeladen werden können, sollen diese diskutiert und evtl. erfolgversprechende Vorschläge und Strategien entwickelt werden. Eine Priorisierung der Projekte erfolgt dann zwei- bis dreimal im Jahr bei einem gemeinsamen Treffen in großer Runde.

Die Initiative „Gemeinsam Handeln“ möchte laut ihrem Selbstverständnis alle politischen und Verwaltungs-Akteure in der Arbeit unterstützen und dabei den besonderen bürgerschaftlichen Blick hinzufügen. Weiterhin sollen Möglichkeiten gefunden werden, bei denen die Initiative gemeinsam mit anderen Organisationen selbst aktiv werden und konkrete Lösungen zur Umsetzung von Projekten finden kann“.

„Wir sind der Überzeugung, dass diese immense Herausforderung in Unna gestemmt werden kann, wenn ein Zusammenspiel der Akteure gelingt, die in ihrer eigenen Verantwortung immer auch die Innenstadt im Blick haben. Wir möchten unter Beweis stellen, dass wir in dieser Stadt miteinander sprechen, gemeinsame Ziele finden können und auch gemeinsam handeln können“,

schreibt Daniela Guidara vom Unna-Marketing in ihrer Pressemitteilung.

Wie viel letztendlich wirklich umgesetzt und realisiert werden kann, bleibt angesichts einer angespannten Haushaltslage natürlich abzuwarten.

 

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