„Flughafen nur lokal bedeutsam“: SPD-Ratsherr Bürger drängt auf Einsprüche – Ratsherr Tetzner: Airportleitung nach Unna einladen

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Flugzeug über Unna. (Archivbild Rundblick)
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Zwei Unnaer Ratsherren – Ralph Bürger (SPD) und Christoph Tetzner (fraktions- und parteilos) -treibt die Entwicklung des Dortmunder Airports um. In der aktuellen Regionalplanung soll der Flughafen als regional bedeutsam festgeschrieben werden.

Dagegen geht Bürger mit einer Eingabe vor.

Statt den Airport „als regional bedeutsamen Flughafen bedarfsgerecht zu sichern“, soll er lediglich „lokale Bedeutung“ bekommen.

Diese Eingabe hat der Unnaer SPD-Ratsherr Ralph Bürger zum aktuellen Regionalplan gemacht, gegen den noch bis zum Ende des Monats Einwände möglich sind.

Bürger ruft in einer Pressemmitteilung an diesem Wochenende dazu auf, diese Frist nicht unnütz verstreichen zu lassen und weiteren Expansionen des Airports nicht Tor und Tür zu öffnen.

Ralph Bürger. (Foto: SPD Unna)

Bürger schreibt in seiner Eingabe:

„Der Regionalflughafen Dortmund ist Teil des NRW-Flugnetzes. Über Jahre stagnierende Passagierzahlen sowie dauerhaft negative Betriebsergebnisse lassen nur eine Einstufung von lokaler Bedeutung zu.

Der Flughafen ist als markt- und verkehrswirtschaftliche Einrichtung zu marktwirtschaftlichen Bedingungen langfristig nicht tragfähig. Im Rahmen der Landes- und Regionalplanung soll die Verlagerung der Flugkapazitäten auf die bedeutsamen Großflughäfen Köln-Bonn und Düsseldorf überprüft werden.“

„Es ist Ziel der Regionalplanung, auch im Hinblick auf die Entwicklung des Fluglärms eine Anpassung an die europarechtlichen und deutschen, gesetzlichen Vorschriften zum Lärmschutz vorzunehmen. Das gesetzliche Ziel, dass bisher ruhige Gebiete auch künftig ruhig bleiben müssen, ist über eine ökologisch orientierte Planung verantwortungsbewusst umzusetzen.“

https://www.metropoleruhr.de/regionalverband-ruhr/regionalplanung.html

Christoph Tetzner, fraktionslos. (Foto Rundblick)

Währenddessen beantragt  Christoph Tetzner, zeitnah das Gespräch mit der Flughafenleitung zu suchen und konkret die Geschäftsführung des Airports in den zuständigen Unnaer Fachausschuss einzuladen, den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr (ASBV). 

Denn, so begründet Tetzner seinen Antrag: „Es deuten sich zunehmend Unterschiede zwischen den Planungen unserer Kreisstadt und dem Flughafen Dortmund an. Zu einer ganzheitlichen Betrachtung gehört es auch, dass man trotz unterschiedlicher Auffassungen die andere Seite hört und auch zulässt, entsprechende Argumente vorzutragen.

Daher rege ich an, dem Flughafen Dortmund im Rahmen einer öffentlichen Sitzung des ASBV die Möglichkeit zu geben, seine Argumente und Planungen vorzustellen.“

Zur Begründung schreibt Tetzner:

Der Flugverkehr in der Bundesrepublik Deutschland nimmt stetig zu. Im Jahre 2016 wurden ~201 Mio. Passagiere befördert. Im Jahre 2017 waren es bereits fast ~213 Mio. Passagiere. Viele Bürger nutzen die Möglichkeiten verbilligter Flüge nicht nur zu Urlaubszwecken.

Flugverkehr ist nicht mehr wegzudenken in unserer Gesellschaft, da es gerade im internationalen Bereich bisher an Alternativen fehlt. Viele Flughäfen stoßen in der Hauptreisezeit auch in NRW bereits an Ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass ein Flughafen einen erheblichen Wirtschafts- und Standortfaktor ausmacht.

Viele Menschen haben in Dortmund am Flughafen einen Job und dies nicht nur bei der Flughafengesellschaft. Ein Kreis Unna und auch eine Kreisstadt Unna haben im Rahmen des Strukturwandels viele Arbeitsplätze, zum Beispiel durch Ansiedlung von Logistikern, geschaffen.

Potentiale in der Zusammenarbeit mit dem Flughafen Dortmund und der WFG könnten dabei die heimischen Logistiker gemeinsam heben und Arbeitsplätze sichern oder sogar neue schaffen.

Als Fazit:

Fluglärm ist ein Ärgernis für die Betroffenen. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzen dennoch dieses Art der Fortbewegung. In einem Gespräch kann man dennoch versuchen, einen Weg gemeinsam zu gehen, auch wenn die Positionen unterschiedlich sind.

Vielleicht ergibt sich ja daraus eine Möglichkeit, künftig … in Gesprächen mehr für unsere Stadt heraus zu holen statt gerichtlich gegeneinander vorzugehen.“

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1 KOMMENTAR

  1. […] Diese Entscheidung vom Freitag lässt die Flughafenbefürworter jubeln und die Gegner – etwa die Fluglärmbetroffenen in der Einflugschneise von Massen bis Königsborn – ernüchtert auf die mögliche weitere Expansionen blicken. Noch im Februar hatte der Unnaer SPD-Ratsherr Ralph Bürger vergeblich mit einer Eingabe gegen die Regionalplanung erreichen wollen, dass der Airport nur als lokal bedeutsam, nicht … […]