Nur unliebsame Aldi/Edeka-Konkurrenz verhindern? Rewe Massen wehrt sich gegen Kritik

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"Nein" sagt Rewe am Massener Hellwegl zu den geplanten neuen Märkten. (Foto: Rewe Engel Massen)
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„Wir sind keine Wettbewerbsverhinderer!“

Mit einer öffentlichen Positionierung wehrt sich Rewe Engel Massen gegen Kritik daran, dass sich der Frischemarkt am Massener Hellweg an die Speerspitze der Gegner des neuen Einzelhandelszentrums mit Edeka und Aldi gesetzt hat.

Wie berichtet, plant der Investor Löer das neue Markt-Doppel auf der derzeitigen Freifläche im Bereich Kletterstraße/Massener Bahnhofstraße.

Marina Fischer (Bild, v.l.), Marcel Borgmann und Maike Hühnervogt überreichten die Unterschriftenlisten an Bürgermeister Werner Kolter. (Foto: Stadt Unna)

Rewe Engel stellt seine Positionierung wie folgt dar:

„Wir möchten hiermit noch einmal ganz deutlich machen, dass wir keine Wettbewerbsverhinderer sind!

Zum Einzelhandel gehört „Konkurrenz“ selbstverständlich dazu. Wenn jemand mitbekommt, dass sowohl wir, als auch viele Massener Bürger gegen das Planvorhaben ankämpfen, drängt sich verständlicherweise schnell der Gedanke auf, dass wir einfach nur keinen Wettbewerb wollen.

Klar wäre es für uns das Schönste, niemals neue Mitbewerber zu erhalten. Das ist aber weder realistisch noch sinnvoll.

Folgendes Ziel muss für Massen verfolgt werden :

  • Massen ist ein sogenannter zentraler Versorgungsbereich. Die oberste Aufgabe der Stadtverwaltung ist es an dieser Stelle, die Funktion dieses Versorgungsbereiches zu gewährleisten.
  • Uns liegt ein Gutachten vor, dass eindeutig darauf hinweist, dass die Verdoppelung der Lebensmittelverkaufsfläche in Massen unsere Schließung zur Folge haben kann.
    Wenn unser Laden schließt, erfüllt er seinen Zweck der Nahversorgung, der umliegenden Bürger nicht mehr.
  • Außerdem entfällt seine Magnetwirkung am östlichen Hellweg, was den hier angesiedelten Einzelhändlern und Gastronomen Schaden zufügt.
  • Dadurch wäre die Funktion des Nebenzentrums Massen nicht mehr gegeben. Eine Genehmigung des Bauvorhabens in der aktuellen Form ist aus diesem Grunde Städtebaurechtlich nicht zulässig.

Wir unterstützen die Ansiedlung eines Aldi und eines Drogeriemarktes in Unna Massen, wenn das Gesamtkonzept schlüssig ist. Und in das alte Edeka-Gebäude zieht nach 2021 definitiv ein Netto.

Bitte suchen Sie alle (besonders unsere Kritiker) das persönliche Gespräch mit uns, um sich über die gesamten Zusammenhänge zu informieren!“

HIER geht es zum Aufruf.

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1 KOMMENTAR

  1. Ganz geschickt gemacht, zu all den Punkten kann man guten Gewissens Nein sagen und seine Unterschrift geben, aber darum geht überhaupt nicht. Bei der Unterschriftenaktion der Firma Engel geht es wohl eher darum, unliebsame Konkurrenz aus dem Stadtteil fernzuhalten.

    Es gilt immer noch die alte Kaufmannsregel: Konkurrenz belebt das Geschäft.