Nach Anmeldeboom: SPD fordert Ausweitung der Zügigkeit an Gesamtschule Königsborn

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Schulzentrum Nord in Königsborn mit Werner von Siemens-Gesamtschule (GEK, re.)) und Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG). - Archivbild Rundblick Unna
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„Die Politik muss über die Ausweitung der Zügigkeit der Werner-von-Siemens-Gesamtschule  beraten!“

Das fordert die Unnaer SPD-Fraktion heute (19.2.) als Konsequenz auf den Anmeldeboom an der Gesamtschule Königsborn (GEK).

Auf vier Eingangsklassen per Ratsbeschluss festgelegt, muss die GEK – nachdem sie bereits 2018 erstmals mehr Anmeldungen verzeichnete als die Peter-Weiss-Gesamtschule in der Innenstadt (PWG) – diesmal über 70 Kinder abweisen, da ihre Kapazitäten nicht ausreichen.

„Maximal kann sie 108 Schülerinnen und Schüler aufnehmen, hat aber 180 Anmeldungen vorliegen“, weist die SPD-Fraktion auf das Ergebnis der vorgezogenen Anmelderunde hin.

Die Stadt betonte zwar die Möglichkeit, dass Eltern abgewiesener Grundschüler/innen ihre Kinder statt dessen an der PWG anmelden können: Die sechszügige Schule hat mit 110 Anmeldungen noch Plätze zur Verfügung.

Aus Sicht von Sebastian Laaser, SPD-Stadtverbandsvorsitzender und schulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, mag das für Schuljahr 2019/2020 vielleicht noch aufgehen, wobei die Anmeldezahlen bereits über den Kapazitäten liegen.

„Das wird aber weder dem Kinder- und Elternwunsch gerecht, die sehr bewusst die weiterführende Schule auswählen, noch wird es mittelfristig der vom Land verordneten Neuausrichtung der Inklusion gerecht“, unterstreicht Laaser – und erinnert daran, dass künftig in der Regel allein die beiden Gesamtschulen für das gemeinsame Lernen verantwortlich sein sollen:

„Diese kritikwürdige Vorgabe könnte zu einer Reduzierung der Aufnahmekapazitäten führen, so dass dann nur noch 250 Gesamtschulplätze statt der aktuell 270 Gesamtschulplätze in Unna zur Verfügung stehen würden“, warnt er.

Daher müsse die Unnaer Politik zeitnah über eine Ausweitung der Zügigkeit der GEK beraten,  beraten, macht Sebastian Laaser die Haltung der Genossen deutlich. „Wir sehen das als dringend erforderlich, wenn wir dem Kinder- und Elternwunsch sowie dem inklusiven Lernen in unserer Stadt gerecht werden wollen.“

Die SPD nun zeitnah mit den beiden Schulleitungen das Gespräch suchen und einen entsprechenden Antrag vorbereiten.

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