Wenn die Feuerwehr vor der Bahnschranke schmort… Schelte für Fröndenbergs Rathauspläne

0
349
Bald schon tägliches Szenario, wenn die Stadt Fröndenberg ihre Pläne verwirklicht...? (Archivbild/Montage RB Unna)
Facebookrss

Wenn Fröndenbergs Feuerwehr demnächst mit Blaulicht und Tatütata vor der geschlossenen Bahnschranke steht…. und die Freiwilligen auf dem Weg zum Feuerwehrhaus vor roten Ampeln und eben besagter Bahnschranke schmoren…

Dann heißt das: „Dieser Standort ist für die Feuerwehr der denkbar Ungeeigneste!“ So geharnischt ging der Chef der Freien Wählergemeinschaft (FWG), Matthias Büscher, gestern Abend im Stadtentwicklungsausschuss mit den Bürgerhausplänen der Fröndenberger Stadtverwaltung ins Gericht.

Bisher als Parkplatz genutzt: Der Karl-Wildschütz-Platz am östlichen Ende der Wildschütz-Straße. (Foto Rundblick)

Wie wir berichteten, will die Stadt auf dem Karl-Wildschütz-Platz, der bisher als Parkplatz genutzt wird, ein kombiniertes Bürgerhaus/Rathaus neu bauen.

Das Fröndenberger Rathaus an der Bahnhofstraße. (Archivbild RB)

Im dann leeren Rathausgebäude an der Bahnhofstraße könne man doch die Feuerwehr unterbringen.

„Das macht dort überhaupt keinen Sinn“, schimpfte Büscher, selbst bei der Feuerwehr. Aufgebracht entwarf er das Szenario, wie die Freiwilligen künftig schon beim Anrücken zum Einsatz vor roten Ampeln und besagter Bahnschranke schmoren und auf dem Weg zum Einsatzort dann zum zweiten Mal.

Der Standort jenseits der Bahnlinie sei für die Feuerwehr denkbar ungeeignet.

Was Bauamtsleiter Martin Kramme indessen wenig beeindruckte: Das neue Bürgerhaus, sagte er, plane man völlig losgelöst von der Standortsuche für die Wehr. 

Büschers weitergehende Forderung, man möge doch vor einem teuren Neubau auf dem Wildschütz-Platz zunächst mal einen Bürgerhaus-Anbau am Rathaus selbst prüfen, sehe man „kritisch“, sagte Kramme stirnrunzelnd. „Schon jetzt ist dort nichts aus einem Guss.“ Und die Bausubstanz sei generell in die Jahre gekommen.

Facebookrss