Ratsbeschluss steht: Stadtwerke (GSW) sollen neues Kombibad in Bergkamen bauen

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Schwimmendes Mädchen. (Symbolbild / Pixabay)
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Der Beschluss ist durch, der Nordkreis bekommt ein neues Kombibad – ein kombiniertes Familien- und Freizeitbad dort, wo bisher noch das Bergkamener Wellenbad Wellen schlägt.

Bauen und betreiben werden das neue Kombibad die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) Kamen/Bönen/Bergkamen. Dazu fällte der Bergkamener Stadtrat am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss und entschied damit final zugunsten der kommunalen gegen eine private Lösung: Laut Berechnungen von Wirtschaftsprüfer wird Bau und Betreibung des neuen Bades durch die GSW insgesamt günstiger für die Stadt.

Das neue Familien- und Freizeitbad ersetzt am Häupenweg nicht nur das Wellenbad, sondern auch das Hallenbad wird mit dem Neubau abgerissen. Baustart soll nach aktuellen Planungen spätestens 2020 sein.

Dem Beschluss für das neue Bad waren jahrelange Diskussionen um eine mögliche interkommunale Lösung mit Kamen voraus gegangen – ein „Zentralbad“ für beide Städte.  Dass man sich hierauf nicht einigen konnte – es wäre für beide Städte die kostengünstigere Lösung gewesen – stieß in den politischen Debatten ebenso auf Kritik wie der Umstand, dass es bei den älteren Bäden zu derartigen Sanierungsstaus kommen konnte, dass nun nur noch der Abriss bleibt.

Abriss des Freizeitbades Massen. (Archivbild Rundblick)

Dieser Vorwurf erinnert an die aktuelle Debatte um die Eishalle Unna – und ebenfalls an den bis heute umstrittenen Abrissbeschluss für das Freizeitbad Massen im Jahr 2010.

Auch in Bergkamen wurden im Zuge der Bäderdiskussion Vermutungen laut, die Stadt habe das Hallenbad gezielt verkommen lassen, um es schließlich abreißen zu können und das Grundstück für Immobiliengeschäfte zu vermarkten. Diesen Verdacht äußerte in einer öffentlichen Ratssitzung z. B. ein Vertreter der Partei BergAuf (Quelle WA online).

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