Drastisch mehr Kontrollen – dennoch noch mehr Autobahntote, vor allem auf A1 – Hauptursache: Abstand

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Bei diesem jüngsten Lkw-Unfall auf der A1 bei Schwerte am 20.2.19 gab es zum Glück keine Toten. Aber der Lkw wurde völlig zerstört. (Foto: Feuerwehr Schwerte)
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Das  Jahr 2017 endete bereits mit erschreckend vielen Autobahntoten – 21 waren es. Im vorigen Jahr ist diese schlimme Entwicklung nochmal schlimmer geworden.

22 Menschen starben 2018 auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Dortmund. Unfallschwerpunkt ist die A1, die durch mehrere Dauerbaustellen mit mehreren tödlichen Stauendunfällen auch im letzten Jahr stark belastet war, bilanziert die Dortmunder Polizei in ihrer heute vorgestellten Verkehrsunfallstatistik für 2018.

Nicht weniger Tote, sondern nochmal einer mehr – dabei wurden die Maßnahmen zur Unfallbekämpfung auf den Autobahnen drastisch erhöht:

  • Im Bereich der Hauptunfallursache „Abstand“ führten die Beamten 4914 Tätigkeiten durch (2017: 2926).
  • Auch im Bereich „Geschwindigkeit“ sind die Maßnahmen deutlich gestiegen (2017:190.565 / 2018: 227.366).

„Dennoch war die Zahl der Verkehrstoten nicht rückläufig“, bilanziert Polizeipräsident Lange besorgt. „Wir beobachten und analysieren diese besorgniserregende Entwicklung täglich und versuchen mit immer neuen Ansätzen, polizeilich gegen zu steuern.“

Gerade bei den schwersten Verkehrsunfällen bleibe Ablenkung ein wichtiges Thema: „Ich möchte an alle Verkehrsteilnehmer appellieren: Halten Sie die Augen auf der Straße! Keine Nachricht auf dem Handy rechtfertigt es, sich und andere in Gefahr zu bringen!“

Insbesondere bei den schweren Autobahnunfällen hatten die Beamten mit sensationsgierigen „Gaffern“ zu kämpfen. Die Polizei Dortmund veröffentlichte mehrfach Bilder von diesem respektlosen Verhalten und fertigte Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

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2 KOMMENTARE

  1. Wie viele Maßnahmen wurden 2017 und zum Vergleich 2018 im Bereich
    „LKW Überholverbot“ durch geführt? Mit Maßnahmen meine ich natürlich nicht die Maßnahme das die Autobahnpolizei den überholenden LKW selbst überholt und ihn ungestraft davon kommen lässt.
    Ich meine die Maßnahme, diese aus dem Verkehr zu ziehen und zur Rede zu stellen (gerne auch um die Kassen zu füllen)
    Warum sie mit ihrem waghalsigen Manövern ALLE anderen Verkehrsteilnehmer gefährden, Stau provozieren und für ein paar Minuten Zeitersparnis bereit sind zu töten, bleibt für mich unerklärlich.