Oft auf Kosten der eigenen Gesundheit – Feuerwehr rückte mehr als 5000 Mal aus

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Der Großbrand auf dem GWA Recyclinghof in Bönen. (Archivbild Copyright Andreas Schröder)
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Die Rauchsäule, die vom GWA-Gelände in Bönen hochstieg und über den ganzen Kreis zu sehen war, ist vielen noch vor Augen, als wäre dieser Brand gestern ausgebrochen.

Wenn sie im Einsatz sind, geht es häufig um Leben und Tod. Die rund 2000 ehrenamtlichen und 202 hauptberuflichen Feuerwehrleute im Kreisgebiet waren 2018 bei 5308 Einsätzen (2017: 5.033) als Retter in der Not zur Stelle, bilanziert die Kreisverwaltung Unna.

Mit Abstand größter Einsatz war 2018 natürlich der spektakuläre Großbrand der GWA Bönen, der die Wehrleute tagelang bis zur Erschöpfung in Atem hielt und fast zwei Dutzend Verletzte unter den Feuerwehrmännern forderte.

Nachlöscharbeiten; Der Großbrand auf dem GWA Recyclinghof in Bönen war der umfangreichste und forderndste Einsatz der Feuerwehr im Kreis 2018. (Archivbild RB)

Auf den Autobahnen im Kreisgebiet sowie auf den Landstraßen waren Bönen wieder zahlreiche schwere Verkehrsunfälle, Brände von Kraftfahrzeugen und Einsätze mit Gefahrguttransportern zu verzeichnen.

Dementsprechend hatte der Rettungsdienst viel zu tun: Rund 68.850 Mal rückten die Sanitäter und Ärzte aus. Zusätzlich wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 8″ fast 1.300 mal alarmiert, fast 1.200 mal hob er tatsächlich ab.

Neben der Rettungsleitstelle ist an der Florianstraße das kreiseigene Feuerwehr-Servicezentrum angeschlossen. Ein Dienstleister für die Feuerwehren mit Schlauch- und Atemschutzwerkstatt. Die Mitarbeiter haben 2018 insgesamt über 5600 Schläuche gereinigt und gewartet, fast 4180 Atemschutzgeräte sowie gut 1520 Feuerwehrgeräte wie Leitern, Seile und Leinen geprüft.

Die Mitarbeiter des Servicezentrums betreuen auch die Atemschutzübungsstrecke. Sie wurde im vergangenem Jahr 156 Mal genutzt von den Feuerwehren der Städte und Gemeinden sowie Werkfeuerwehren, der Polizei und privaten Hilfsorganisationen. Um auf dem aktuellen Stand zu bleiben, schulte der Kreis Unna in 13 Lehrgängen über 90 lernwillige Teilnehmer.

Auf Vorschlag des Kreises hat der NRW-Innenminister im letzten Jahr 34 Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber und 30 in Gold verliehen. Die Ehrenzeichen des Landes werden auf Antrag für 25 Jahre (Silber) oder 35 Jahre (Gold) aktive Feuerwehrzugehörigkeit verliehen.

Die Einsätze der Schutzkräfte werden dabei übrigens unter anderem aus Mitteln der Feuerschutzsteuer bezahlt, die sich wiederum aus Versicherungsprämien zusammensetzt. Der Kreis, die Gemeinden und Städte haben 2018 rund 736.000 Euro dieser Fördermittel erhalten.

PM: Kreis Unna

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