Fremder will Kinder in Pkw locken: Warnungen bitte ernst nehmen – das zeigt ein aktueller Fall

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Symbolbild / Quelle Pixabay
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Ein fremder Mann spricht Kinder aus dem Pkw heraus an, versucht sie mit Süßigkeiten ins Auto zu locken: Was am 6. Februar am Schulzentrum Nord in Königsborn lediglich Besorgnis auslöste (Bericht HIER), ist in einem ganz ähnlichen Fall in NRW vor einigen Tagen in eine bitter ernste Situation gemündet.

In rheinischen Velbert gelang es am vergangenen Freitagmorgen (22.2.) einem Mann, einen 10 Jahre alten Jungen auf dem Schulweg dazu zu bewegen, in sein Auto einzusteigen.

Der Fremde fuhr mit dem Schüler davon. Dem Kind gelang die Flucht aus dem Wagen, als der Mann mit seinem Wagen einen Unfall baute.

Wie die Polizei den Vorfall schilderte, sprach der (ebenso wie bei dem Vorfall in Königsborn als dunkelhäutig beschriebene) Unbekannte den Zehnjährigen morgens aus dem fahrenden Auto heraus an. Der kleine Junge war auf dem Weg zu seiner Grundschule.

Der Mann fragte den Jungen nach dem Weg zur Schule und forderte ihn auf, ins Auto zu steigen – er würde ihn dann zu seiner Schule fahren.

Der Junge kam der Aufforderung zunächst nicht nach.

Als der Autofahrer dann jedoch aggressiver wurde, stieg der Junge tatsächlich in den fremden Wagen ein – und der Mann fuhr mit ihm davon.

Nur kurz währte zum großen Glück diese Fahrt – dann verlor der Mann in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Fahrzeug und rutschte in eine Böschung. Der Junge nutzte die Gelegenheit, das Auto zu verlassen und seinen Weg zur Schule fortzusetzen.

Dort berichtete er Lehrern von dem Vorfall. Diese schalteten die Polizei ein, die an der beschriebenen Unfallstelle Spuren eines  schwarzen VW Up fand.

UPDATE 2.3. – der Fahrer ist offenbar ermittelt:
Aufgrund der Pressemeldungen meldete sich ein KfZ-Werkstattbetreiber bei der Polizei, der auch Leihwagen vermittelt. Er berichtete davon, dass er vor dem 22. Februar einen schwarzen VW UP an einen Kunden mit dunkelhäutigem Aussehen vermietet hatte. Dieses Fahrzeug wurde erst Tage verspätet wieder zurückgegeben.Es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um das gesuchte Fahrzeug. Der Fahrzeugmieter wurde am Abend des 1.3. 19 vernommen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen den 21-jährigen Afrikaner dauern aktuell noch an. (Quelle Polizei Velbert, 1.3.19)

Wir geben aus aktuellem Anlass noch einmal die Hinweise der Kreispolizei Unna weiter:

   -	Wenden Sie sich an die Polizei und melden die verdächtige 
Wahrnehmung.
   -	Streuen Sie keine ungesicherten Informationen, besonders nicht 
über die sozialen Medien. Diese verselbständigen sich und führen eher
dazu, Eltern und Kinder zu verängstigen.
   -	Geben Sie ihren Kindern Verhaltenshinweise, wie nicht - niemals - mit 
fremden Personen mitzugehen oder in fremde Fahrzeuge einzusteigen.
   -	Treffen Sie Absprachen mit ihrem Kind und halten Sie diese ein, 
denn das Kind lernt vom Vorbild. Erklären Sie ihrem Kind, wo Sie für 
es jederzeit zu erreichen sind.
   -	Üben Sie mit ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen
verhalten soll. Es sollte sich nicht scheuen, andere Erwachsene um 
Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam zu machen.
   -	Ihr Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen. Erklären Sie ihm, 
dass es bei Gefahr ohne Geld oder Telefonkarte von jeder öffentlichen
Telefonzelle und auch ohne Guthaben vom Handy aus die Polizei rufen 
kann.

Für weitere Nachfragen steht das Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz unter der Telefonnummer 02307 921 4900 zur Verfügung.

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