Schon wieder: Autofahrer umkurvt Absperrung für Rettungseinsatz – über den Bürgersteig

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Rettungshubschrauber im Einsatz. (Archivbild RBU)
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Mit solchen Vorfällen geht die Feuerwehr Menden jetzt offensiv an die Öffentlichkeit.

Schon wieder – zum wiederholten Mal seit vorigem Herbst – hat ein Autofahrer eine Absperrung für einen Rettungseinsatz kurzerhand ignoriert. Er hatte offenbar keine Lust, einen kleinen Umweg zu fahren oder zu warten.

Besagter Rettungseinsatz war in Menden an der Bismarckstraße erforderlich. „Es stellte sich schnell heraus, dass aufgrund der Erkrankung des Patienten ein Krankenhaus mit  Spezialisten aufgesucht werden musste“, schildert der Mendener Feuerwehrsprecher den Vorfall. „Das machte den Einsatz eines Rettungshubschraubers erforderlich.

Christoph 25 aus Siegen wurde also angefordert. Feuerwehr und Polizei sicherten indes den Landeplatz auf der viel befahrenen Kreuzung Bismarckstraße / Unnaer Landstraße ab.

Und prompt gab ein Autofahrer Gas: Er kurvte kurzerhand an den Pylonen sowie den
Signallichtern vorbei, um über den Bürgersteig in die Bismarckstraße einbiegen zu können.

Glücklicherweise waren zu diesem Zeitpunkt keine Fußgänger unterwegs.

Polizeikontrolle. (Symbolbild, Foto Rundblick)

Die Polizei konnte den Fahrer allerdings noch stoppen, bevor er verschwinden konnte. Sie verhängte eine Ordnungswidrigkeitenanzeige mit 70 Euro Bußgeld und einem Punkt
in Flensburg.

„Wir möchten hier nochmal eindringlich darauf hinweisen, dass Feuerwehr und Polizei Sperrungen nicht zum Spaß durchführen“, unterstreicht die Feuerwehr eigentlich Selbstverständliches. „Diese haben immer einen ernsten Hintergrund und dienen zum Schutz
der Einsatzkräfte und anderen Personen!“

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4 KOMMENTARE

  1. In Österreich wird ein Fahrzeugführer mit 2.180.- Euro zur Kasse gebeten, wenn er ein Rettungsfahrzeug behindert. DAS ist mal eine Strafe, die schmerzt und höchstwahrscheinlich zum Umdenken führt! Derartige Summen sollten auch in Deutschland eingeführt werden, damit es zu reibungslosen Einsätzen der Rettungskräfte kommt. Wer diese gar gefährdet, indem er, wie in diesem Beitrag geschildert, gesperrte Bereiche durchfährt, soll gleich den doppelten Betrag abdrücken. Feuerwehrleute und Polizisten verlassen sich darauf, dass sie im Sperrbereich gefahrlos arbeiten / helfen können – wenn sie darauf nicht mehr bauen können, leidet die Rettung / Hilfe.