„Alles ist gesagt“ (zur Eishalle) – „Erspart euch Frust – bleibt dem Ratstermin fern“

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Posting von "UNNA.braucht.EIS" vor der Abstimmung über das Bürgerbegehren am Donnerstag im Rat, bei der Ablehnung sicher ist. (Copyright UbE)
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Mit der beißenden Empfehlung, sich die Ratssitzung am Donnerstag (7.3.) zu sparen und seine Zeit lieber entspannt auf dem Sofa oder sonstwie frustsparend zu verbringen, äußert sich ein letztes Mal vor der Abstimmung über das Eishallen-Bürgerbegehren die BI „UNNA.braucht.EIS“.

In einem Facebookpost vom heutigen Abend (5.3.) ruft die Initiative offen zum Boykott der Ratssitzung auf.

„Liebe Freunde und Mitstreiter! Wie ihr ja wisst, findet am 07.03. eine weitere Ratssitzung zum Thema „Eissporthalle Unna“ statt. Der Rat wird an diesem Tag entscheiden, ob er dem Bürgerbegehren zur Rettung der Halle entspricht oder ob er es auf einen formellen Bürgerentscheid ankommen lassen möchte.

Wie aus den lokalen Medien zu entnehmen war, haben sich verschiedene Ratsfraktionen allerdings schon im Vorfeld abschließend positioniert (HIER unser Bericht dazu, d. Red.).

Insbesondere SPD und die Grünen haben sich klar gegen die Eishalle ausgesprochen. Von daher ist der Ratstermin eigentlich nur noch eine Formsache.

Wir von UbE werden den Termin trotzdem wahrnehmen und auch ein klares Statement abgeben. Das gehört zu einer sauberen und konsequenten Abarbeitung aus unserer Sicht dazu.

Euch würden wir empfehlen: Schont eure Nerven, bleibt dem Termin fern. Ihr erspart euch jede Menge Frust und hohen Blutdruck. Letzterer wird sich spätestens dann einstellen, wenn wir die vorgeschobenen Gründe und Bedenken zu Ohren bekommen, die die genannten Parteien gegen den Erhalt der Eishalle ins Feld führen.

Nur mal so als Scherz am Rande: Im Kommunalpolitischen Programm der Unnaer SPD für die Jahre 2014 bis 2020 steht wörtlich (!): „Eine unerlässliche Größe ist die Eissporthalle am Bergenkamp. Sie soll auch zukünftig für alle Eissporttreibende in Unna eine zuverlässige und vielseitige Sportstätte bleiben. Dafür stehen wir als SPD.“

Davon will man bei der SPD jetzt offensichtlich nichts mehr wissen.

Wir werden unsere Kräfte jetzt auf den anstehenden Bürgerentscheid konzentrieren. Die endgültige Entscheidung fällt also im Mai!“

In der Ratssitzung verlesen will die BI folgende Stellungnahme, die heute auch den Ratsfraktionen zuging:

Sie – die Ratsherrinnen und Ratsherren der Stadt Unna – müssen am Donnerstag, den 07.03.2019,  eine wichtige und gleichwohl auch weitreichende Entscheidung treffen. Die Entscheidung, gegen die Eissporthalle Unna zu stimmen, oder den Mut beweisen, sich für den Erhalt der Eissporthalle stark zu machen.

Wir haben in den letzten Wochen und Monaten viele Gespräche mit den politisch verantwortlichen Personen geführt. Wir haben ein gutes Konzept in der Tasche, das wurde uns von nahezu allen Seiten bestätigt. Man müsste jetzt einfach nur machen. Hier liegt der sprichwörtliche Hund begraben. Bei allen Gesprächen (von wenigen Einzelpersonen abgesehen) wurde uns vermittelt: Toller Einsatz! Gute Ideen und gutes Konzept! Aber, wir werden da nicht mitgehen (können).

„Gute Arbeit geleistet! Aber wir wollen die Eissporthalle halt nicht erhalten, basta!“, auch eine passende Überschrift für die Beschlussvorlage zum Thema Eissporthalle am jetzigen Donnerstag. Man könnte noch weiterführen: „Und wenn der Bürger das per Bürgerentscheid doch unbedingt will, dann können endlich wieder die Steuern erhöht werden!“ So geht es natürlich nicht.

Wer die Beschlussvorlage liest und  im Thema ist, findet einmal mehr eine Vielzahl von Ungereimtheiten, Behauptungen, Halbwahrheiten und viele Fragezeichen. Wir haben das Dokument ausgiebig studiert und kommentiert. In der Anlage finden Sie unsere kommentierte Version der Beschlussvorlage, ergänzt um eine kurze Information zur Weicken-Studie.

Wir appellieren an jedes Ratsmitglied: Machen Sie sich bitte ein neutrales Bild. Die anstehende Entscheidung sollte nicht durch ein paar Meinungsbildner in den großen Fraktionen bestimmt werden.

Seien Sie sich ihrer Verantwortung bewusst. Sie vertreten die Interessen der Unnaer Bürgerschaft! Hinterfragen Sie bitte genau, welche Entscheidung Sie moralisch und vor dem Hintergrund der verfügbaren Informationen treffen werden. Politik ist keinesfalls einfach, aber sie sollte nach Möglichkeit klar und nachvollziehbar sein!

Wir wünschen Ihnen den Mut und die Weisheit, die richtige Wahl zu treffen.“

PM: UbE

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1 KOMMENTAR

  1. Nun ich kenne nicht die wenigen Einzelpersonen die einen tollen Einsatz und das gute Konzept abgelehnt haben. Allerdings vermute ich eine Person darunter die durch ihren Altersstarrsinn, des Fraktionszwanges und den grünen Ergebenen solche Entscheidungen gegen den Willen der Unnaer Bürger (analog zum Flüchtlingsheim) durch boxt. Einst als echte Alternative zu den vorherigen Bürgermeistern dieser Stadt gestartet und in ruhiger See (um da mal einen Jahresrückblick aufzugreifen) zu einem beliebten Politiker aufzusteigen der bei der letzten Wahl sogar aus Angst vor einer Wahlniederlage keinen Gegenkandidaten hatte entpuppt sich nun in rauer See ein eher „unfähiger“ Macher an entscheidender Schaltstelle in der Unnaer Politik. Alle Fehlentscheidungen der Amtsperioden und die desolate Haushaltspolitik aufzuzeigen erspare ich mir. Ich hoffe nur das die letzte attraktive Institution für Jugendliche und Familien neben dem begrabenen Spaßbad und vielen weiteren mittlerweile für Kinder und Familien geschlossenen Freizeitstätten erhalten bleibt ohne dass durch die unfähige Haushaltspolitik weitere Steuererhöhungen erforderlich sind. In diesem Sinne, Hauptsache im Lichtkunstmuseum flackert für teures Geld eine Neonröhre die vermutlich nie ein Unnaer Bürger sehen wird. Warum auch?