Grüne sagen Nein zu Westtangente und zu Realschule in Flugschneise

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Die Standortdebatte für den Neubau der Hellweg-Realschule dominierte viele Wochen im vorigen Jahr. (Bildquelle FDP Unna)
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Zweimal Nein von den Unnaer Grünen – zum (gleichwohl beschlossenen) Realschulneubau auf dem früheren Freizeitbadgelände und zur Umgehungsstraße Westtangente. Mit Ersterem finden sie sich auf einer Linie mit der FDP wieder. Mit Letzterem ganz entschieden nicht.Sowohl die Umgehungsstraße wie die Realschule  finden sich in einer Stellungnahme der Stadt Unna zum Regionalplan Ruhr wieder. Er ist nächte Woche Thema in mehreren Ausschüssen.

„Trotz überwiegend zustimmungsfähiger Aussagen wird die Fraktion gegen die Stellungnahme insgesamt stimmen, da sie untragbare Standpunkte zum Thema Flughafen / Schulneubau und Westtangente enthält“, kündigt die drittgrößte Ratsfraktion auf ihrer Website an.

Hellweg-Realschule: „Die Fraktion lehnt den Neubau der Hellweg Realschule auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbadgeländes ab. Tausende Kinder werden über mehrere Dekaden schädlichem Fluglärm ausgesetzt. Im Entwurf des Regionalplans ist unter Punkt 6.6-2 die Rede vom dringenden Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm.
Wir kritisieren zugleich die angedachte Änderung im Regionalplan, das Gelände als Grünwiese zu deklarieren. Hiermit werden einer Erweiterung des Flughafens weiter Argumente geliefert.“

Westtangente: „Die Fraktion lehnt jegliches Vorantreiben von Planungen bezüglich der Umgehungsstraße l663n (Westtangente) ab. Eine Entlastung der innerstädtischen Verkehrssituation durch diese Umgehungsstraße ist weder bewiesen noch ersichtlich.
Es führt zwangsläufig zu noch mehr Verkehr sowie Flächenversiegelung und behindert durch Ressourcenbindung den zwingend notwendigen Ausbau von ÖPNV und Radverkehrsnetz.“

Den Widerspruch der Stadt Unna gegen einen weiteren Ausbau des Flughafens Dortmund begrüßt die Fraktion hingegen ausdrücklich:

„Wir sprechen uns seit langem für einen vollständigen Rückbau des Flughafen Dortmunds aus, da er sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch katastrophale Auswirkungen erzeugt.“

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