In Summe fast 9000 Euro an Geldstrafen: 5 per Haftbefehl Gesuchte an einem Wochenende erwischt

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Abtauchen kann für erstaunlich lange Zeit funktionieren... (Symbolbild, Quelle Pixabay)
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Hätten alle Kandidaten die fälligen Geldstrafen gezahlt, hätte die Bundespolizei heute (18. März) die stattliche Summe von 8828,74 Euro bei der Gerichtskasse einzahlen müssen.

Sie erwischte am Dortmunder Hauptbahnhof (in einem Fall Essen) und am Airport Dortmund gleich 6 gesuchte Personen an einem einzigen Wochenende. Doch all diese per Haftbefehl gesuchten Strafttäter/innen waren nicht flüssig – also ging´s für sie direkt in die JVA.

Bis auf eine Ausnahme: Bei einer 30-jährigen Mutter mit Kind wurde der Haftbefehl „aus humanitären Gründen“ gegen Auflagen außer Kraft gesetzt, berichtet die Bundespolizei.

Fall 1 – 34-jähriger Pole, bei Routinekontrolle im Bahnhof überprüft: offener Haftbefehl des Bochumer Amtsgerichts wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unerlaubten Entfernens vom Unfallort, Geldstrafe 2475 Euro, er kann nicht zahlen, wandert in die JVA. Bei seiner Durchsuchung werden noch Amphetamine sichergestellt – bedeutet neues Strafverfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes.

Fall 2 – 21-jähriger Litauer will mit einem Flug aus London am Dortmunder Flughafen einreisen, ist vom Amtsgericht Bad Iburg wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis zu  951,02 Euro Geldstrafe  verurteilt worden – auch er kann nicht zahlen, JVA.

Fall 3 – 43-jähriger Litauer, will nach Kiew (Ukraine) ausreisen, wird jedoch mit Vollstreckungshaftbefehl des Amtsgerichtis Biberach/ Riß gesucht: Grund: Trunkenheit im Verkehr,  Geldstrafe 1800 Euro. Die kann er nicht aufbringen – JVA.

Fall 4 – 56-jähriger Kosovare aus Goslar, wird im Dortmunder Hauptbahnhof überprüft, dabei fliegt ein Haftbefehl des Amtsgerichts Goslar auf: 517 Euro wegen fahrlässigen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Das Geld hat er nicht, daher wird der mit 1,7 Promille alkoholisierte Mann in die JVA chauffiert.

Fall 5 – 30-jährige Rumänin, will zusammen mit ihrem 2jährigen Sohn mit einem Flug aus Bukarest am Dortmunder Airport einreisen: Dabei fliegt ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Osnabrück auf, über eine Geldstrafe von 1000 Euro.

Den Betrag kann die 30-Jährige nicht zahlen. Sie erklärt jedoch, dass sie mit ihrem Sohn eine dringende Untersuchung in einer Spezialklinik in Bad Oeynhausen wahrnehmen müsse. Nachdem die Angaben überprüft worden sind, wird der Haftbefehl durch die Staatsanwaltschaft  Osnabrück unter Auflagen außer Kraft gesetzt: Mutter und Kind dürfen einreisen.

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