Diskussion um Hauptschulzweig an Hellweg-Realschule

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Symbolbild Schuler / Pixabay
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Eine Realschule mit angegliedertem Hauptschulzweig? Über solche Pläne für die Hellweg-Realschule – die nun einzige Realschule der Kreisstadt seit der Aufgabe der Anne-Frank-Realschule Königsborn – beginnt jetzt die politische Diskussionen.

Am kommenden Montag, 25. März, veranstaltet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Unna einen Gesprächsabend mit den schulpolitischen Sprecher/innen der Unnaer Ratsfraktionen. Los geht es um 19.00 Uhr im Cafè Remise der LÜSA, Friedrich-Ebert-Straße 2 in Königsborn.

Jeder interessierte Bürger ist bei freiem Eintritt willkommen, lädt GEW-Ortsgruppensprecher Hans-Ulrich Bangert aus Holzwickede ein.

Neben anderen aktuellen schulpolitischen Entwicklungen – die Gymnasien kehren zum 9jährigen Abitur zurück (G9), Inklusion soll künftig fokussiert an den Gesamtschulen stattfinden – geht es an diesem Abend auch um die Frage: Wie wird die Einrichtung eines Hauptschulzweiges an der Hellweg-Realschule gesehen?

Die anwesenden Ratspolitiker werden dazu jeweils kurze Statements abgeben und dann für weitere Fragen zur Verfügung stehen.

Zur Option „Hauptschulzweig“ für die Hellweg-Realschule wies Hans-Uli Bangert am Freitagabend gegenüber unserer Redaktion auf die Schulausschusssitzung am 4. Juni hin. „Ich denke mal, dass wir am Montag unter anderem über diese Option der Schulentwicklung sprechen.“

Ein angegliederter Hauptschulzweig für die HRS sei keine Forderung der GEW, machte Bangert deutlich. „Wir beteiligen uns im Vorfeld politischer Entscheidungen an der lokalen Diskussion, um die schulische Bildung gerechter für die Betroffenen zu gestalten.“

Unna hat schon lange keine eigene Hauptschule mehr. Die nächstgelegenen sind die Pestalozzi-Hauptschule Bönen, die Hauptschule Kamen und die Josef-Reding-Schule Holzwickede (Letztere mit aktuell ca. 360 Schülerinnen/Schülern). Auch in Bergkamen-Weddinghofen gibt es noch eine Hauptschule.

Sylvia Löhrmann (Grüne), damals Schulministerin NRW, bei ihrem Besuch 2015 in Unna mit dem schulpolitischen Sprecher der Unnaer Grünen, Michael Sacher. (Archivbild RB)

In den Jahren der rotgrünen Landesregierung ging der Trend unter der Grünen Schulministerin Sylvia Löhrmann verstärkt in Richtung Sekundarschule – einer Verschmelzung von Haupt- und Realschulen.

Die Hellweg-Realschule Massen, für die die Stadt einen 27 Mio. Euro-Neubau auf dem Gelände des früheren Freizeitbades plant, weist stabile Schülerzahlen vor. Sie kann nach 2018 auch zum neuen Schuljahr 2019/20 wieder mit stabil dreizügigem Eingangsjahrgang starten.

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