Explosion in Gartenhütte am Milanweg – 21-Jähriger in Klinik

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Die dunkle Rauchsäule war weithin zu sehen. (Foto: K. Mares)
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Ein lauter Knall war zu hören, gefolgt von anhaltendem Tatütata; eine Rauchsäule stieg in den Morgenhimmel.

Im nördlichen Unnaer Stadtteil sorgte am Freitagmorgen ein größerer Feuerwehr- und Polizeieinsatz für Aufsehen. Nahe der Kindertagesstätte Katernborn – am Milanweg – ging gegen 7.30 Uhr eine Gartenhütte in Flammen auf – die Ursache war eine Explosion, denn in der Hütte waren Spraydosen gelagert. Und Papierstapel.

„Die Spraydosen explodierten und setzten das Papier in Brand“, berichtete uns Polizeisprecher Thomas Röwekamp am Vormittag auf Anfrage.

Die Freiwillige Feuerwehr Unna war mit mehreren Einsatzwagen vor Ort. (Foto K. Mares)

Es gab zum Glück weder der Explosion selbst noch bei dem nachfolgenden Feuer verletzte Personen. Auch griffen die Flammen – in der dichten dortigen Wohnbebeauung  weder auf umstehende Hecken und Bäume noch auf Nachbargebäude über. Insofern, bilanziert Röwekamp, sei das Ganze schon noch erleichternd glimpflich ausgegangen.

Foto: Chr. Becher

Als Verursacher der Explosion steht der 21-jährige Sohn der Hausbewohner in Verdacht. Ihn traf die Polizei vor Ort an und befragte ihn.

„Er sagte uns, er hätte in der Hütte geraucht“, gibt Thomas Röwekamp die Behauptung des jungen Mannes wieder, an der jedoch aus verschiedenen Gründen Zweifel bestehen.

Der psychisch auffällige 21-Jährige wurde jedenfalls noch am Morgen in die LWL-Fachklinik nach Dortmund-Aplerbeck gebracht.

Die Polizei ermittelt nun laut Röwekamp „in alle Richtungen“: Weder fahrlässige noch mutwillige Brandstiftung ist auszuschließen.

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