Schwerverletzter, 440.000 Euro Schaden, stundenlange Vollsperrung und Gaffer-Anzeigen auf A44

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Rettungswagen. (Archivbild RBU)
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Ein Schwerverletzter, 440.000 Euro Schaden, stundenlange Vollsperrung und reichlich Anzeigen gegen filmende und knipsende Gaffer—

Bilanz einer Karambolage an einem Stauende am Donnerstagnachmittag (21.3.) zum einsetzenden Berufsverkehr auf der A 44 bei Soest. Schwer verletzt wurde der Fahrer eines Kleintransporters, vier Fahrzeuge waren in den Unfall insgesamt verwickelt.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein 36-jähriger Rumäne mit einem Autotransporter gegen 15.50 Uhr auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Kassel auf ein Stauende zu, das lag zwischen Werl-Süd und Soest. Der Rumäne bremste ab.

So reaktionsschnell war der Fahrer eines zweiten Autotransporters, ebenfalls ein Rumäne (42), nicht mehr – er fuhr auf.

Beiem Ausweichmanöver Sekunden zuvor nach Links traf der zweite Transporter zudem den BMW eines 24-Jährigen aus Menden – dieser fuhr auf dem linken Fahrstreifen, gefolgt von einem Kleintransporter. Und dieser krachte dann noch auf den zweiten (aufgefahrenen) Autotransporter.

Der Bullifahrer, ein 38-Jähriger aus Hessen, erlitt schwere Verletzungen, ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Die anderen Beteiligten blieben unverletzt.

Während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten wurde die Richtungsfahrbahn für mehrere Stunden gesperrt. Der Verkehr wurde im Autobahnkreuz Werl abgeleitet sowie über den Parkplatz Röllingser Graben an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Zudem stellten die Beamtinnen und Beamten vor Ort wieder Gaffer fest, die ihre Handys offenbar für Aufnahmen der Unfallstelle nutzten. Noch könne die  Zahl der Anzeigen nicht beziffert werden – aber es setzte Anzeigen, unterstreicht die Dortmunder Polizei.

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