Zweiter „Gelbwestenmarsch“ in Unna: Was treibt die Gelben Westen um und an?

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Ankündigungsplakat der "Gelben Westen" für die Veranstaltung am kommenden Samstag. (Foto Copyright Veranstalter)
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Ihr Premierenmarsch sorgte am 1. Adventswochende für großes Aufsehen in Unna, obwohl die Teilnehmendenzahl mit rund zwei Dutzend als überschaubar zu bezeichnen war.

Nach dem Spontanaufzug einer Gruppe „Gelbwesten“ am 1. Dezember am Kreishaus, die – dank erheblichen Polizeiaufgebotes (man wusste nicht, wie viele kommen würden) großes öffentliches Interesse auf sich zog – ist  nun für den kommenden Samstag ein zweiter Protestmarsch offiziell angemeldet und angekündigt.

Um 14 Uhr lautet am Unnaer Bahnhof das Motto: „Gegen soziale Ungerechtigkeit! Weste an – sei dabei!“

Organisatorin des Unnaer Gelbwestenprotestes ist die 43-jährige Yvonne König aus Hemer.  Wir sprachen mit ihr über ihre Beweggründe.

„Mein Mann und ich haben ein kleines Taxiunternehmen (Betriebssitz in Iserlohn). Wir beschäftigen derzeit 3 Vollzeitangestellte und 6 Aushilfen.

Unser Unternehmen existiert nunmehr seit 10 Jahren. Mein Mann und ich arbeiten ausschließlich in der Nacht. Wobei die „Nacht“ bei uns bereits nachmittags beginnt.

Meine politische Orientierung ist eher links zuzuordnen. Ich kann von mir behaupten, es ginge mir gut. Dennoch sehe ich nachts Menschen, die Mülltonnen durchforsten. Für Leergut, für Lebensmittel… Ich sehe die Obdachlosen, die aus dem Stadtbild vertrieben werden.

Bedürftigkeit ist Armut. Bei Kindern, bei Rentnern, bei gescheiterten Existenzen, bei Alleinerziehenden, bei Familien. Wobei ich unterscheiden muss. Es gibt Menschen, die sehr gut mit Hartz IV leben und die ich sicherlich nicht als bedürftig einstufen würde.

Mich bringt diese Untreue der Politiker den Menschen – uns allen – gegenüber auf die Straße. Es wird an der breiten Masse vorbei regiert. Die Knebel werden immer enger. Der Lebensstandard wird künstlich hochgetrieben und zwingt die Menschen dazu, noch mehr leisten zu müssen. Die Zeit für Kinder oder die Pflege der Angehörigen fehlt.

Es sind nicht nur die sozialen Aspekte und die Ungerechtigkeiten, die uns auf die Straße bringen.

Wir gehen für Recht, Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, ehrliche Migrations- und Integrationspolitik  sowie gegen die „schöne“ Berichterstattung der MSM (Mainstreammedien, d. Red.) auf die Straße.

Das Geschäft mit dem Krieg… Ursachen, Auswirkungen..Mindestlohn (mehr Netto vom Brutto), Renteneintritt und Bezug, Bildung, Pflegenotstand, -personal, -kosten, Volksabstimmung, Altersbezüge und Diätenobergrenze.

Die Liste ist lang…“

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