„Hunderaub“ hat nie stattgefunden: Bönenerin (20) erfand Geschichte

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Polizeiwache Unna. (Archivbild RBU)
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‎Eine reine Fantasiestory.

Der angebliche Hunderaub auf offener Straße in Bönen am Sonntagmorgen (31.3.), der heftigste Wogen schlug, hat nie stattgefunden.

Die Geschichte, die eine 20-jährige Bönenerin am Sonntagabend  ins Netz stellte und bereits am Morgen direkt nach der angeblichen Tat bei der Polizei anzeigte,  war rein erfunden.

Dies teilte die Kreispolizei Unna am heutigen Vormittag im Nachgang ihrer Pressemitteilung vom Montag (01.04.2019) als abrupte Wendung dieses Falls mit.

Die junge Frau hatte am Sonntagmorgen gegen 06.00 Uhr die Polizei darüber verständigt, dass zwei Männer versucht hätten, ihren Hund zu rauben. Die beiden hätten mit einem weißen Transporter neben ihr gehalten, einer hätte sie festgehalten, während der andere versuchte, ihr die Leine zu entreißen. Die Polizei berichtete die Geschichte mitsamt der Beschreibung der angeblichen Täter, die die Hundehalterin gegeben hatte.

„Im Laufe des gestrigen Tages wurde mit der vermeintlichen Geschädigten ein weiteres Gespräch seitens der Polizei geführt. Während dieses Gespräches gab sie zu, dass sie den versuchten Raub nur erfunden hatte“, teilte die Polizei heute Vormittag mit.

Wieso die 20-Jährige eine reine Fantasiegeschichte bei der Polizei anzeigte, ist nicht klar.

Noch offen ist, ob die Kreispolizei nun wegen Vortäuschens einer Straftat gegen die junge Frau ermitteln wird.

Den Fake sofort öffentlich zu machen sei der Kreispolizeibehörde wichtig gewesen, machte Polizeisprecher Thomas Röwekamp am Mittag gegenüber unserer Redaktion deutlich: Die Frau sei erwachsen, da müsse deutlich werden, dass solches gedankenloses Handeln Konsequenzen mit sich bringe. Zumal ja auch zahlreiche Hundehalterinnen und -halter beim Gedanken an Hunderaub auf offener Straße extrem beunruhigt worden seien.

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