Perspektiven für junge Geflüchtete „unabhängig vom Rechtsstatus“: Kreis schließt sich NRW-Projekt an

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Symbolbild, Quelle Pixabay
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„Wer als Flüchtling nach Deutschland kommt, hat oft Hoffnung und vor allem einen Wunsch im Gepäck: selbstständig, unabhängig und in Frieden leben zu können.“ Diese Überzeugung vertritt der Kreis Unna und macht deshalb bei einem landesweiten Flüchtlingsprojekt mit, das auf drei Jahre angelegt ist und folgendes Ziel verfolgt: jungen Geflüchteten in Deutschland Perspektiven zu schaffen, unabhängig vom rechtlichen Status.

Will heißen: egal ob als Asylbewerber anerkannt, noch im Asylverfahren oder abgelehnt / geduldet. Denn: „Eine mangelnde Perspektive liefert den Nährböden für Frustration, wodurch die Chance zur Integration  vertan wird“, heißt es in der heutigen Ankündigung der Kreisverwaltung.

„Gemeinsam klappt‘s“ nennt sich die Landesinitiative, die sich an die aktuell fast 70.000 jungen volljährigen Flüchtlinge in NRW richtet.

Konkret sind die Kommunen aufgerufen,

  • „die Bedarfe junger volljähriger Flüchtlinge zu analysieren,
  • sogenannte „Maßnahme-Karrieren“ zu vermeiden,
  • Angebotslücken zu schließen,
  • die Qualität vorhandener Angebote zu überprüfen
  • sowie eine kontinuierliche Beratung und Begleitung von Fachkräften und Ehrenamtlichen sicherzustellen, die mit Flüchtlingen arbeiten.“

Von entsprechenden Finanzierungshilfen für die Kommunen ist in der Projektbeschreibung nichts erwähnt.

Die Projektkoordination im Kreis Unna wird vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) übernommen, teilt Kreissprecher Max Rolke mit. Ziel sei, binnen drei Jahren „die Integration und gesellschaftlichen Teilhabe junger Geflüchteter im Alter von 18 bis 27 Jahren zu fördern“.

Am Dienstag,  9. April, trifft sich erstmals die Bündniskerngruppe – bestehend u. a. aus Städten und Gemeinden im Kreis Unna, Jobcenter, Wirtschaft, Berufskollegs, Sozialverbänden -,  um sich über das Programm zu informieren und die ersten Schritte zu planen. Zu Gast ist Dr. Andreas Deimann vom Integrationsministerium NRW.

  1. Die Bündniskerngruppe wird zunächst herausfinden, was im Kreis Unna fehlt, um jungen Geflüchteten eine echte Perspektive zu eröffnen.
  2. Dann sollen Maßnahmen mit den Akteuren aus der Praxis entwickelt werden.
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