Braucht Unna Eis? CDU rät zum Nein, FLU bittet um Ja beim Bürgerentscheid am 26. Mai

2
531
Die CDU empfiehlt den Unnaern beim Bürgervotum am Europawahlsonntag, gegen den Erhalt der Eishalle zu stimmen. (Auszug aus der Postwurfsendung "CDU aktiv für Unna)
Facebookrss

„Braucht Unna Eis? – Nein! Nicht zu diesem Preis!“ Die CDU empfiehlt den Bürgern, beim Bürgerentscheid über die Eishalle am Europawahlsonntag mit NEIN zu stimmen. Die Freie Liste (FLU) hingegen bittet: „Stimmen Sie mit JA!“

Unnas Politik positioniert sich für den Bürgerentscheid.

Alle Ratsfraktionen haben die Aufgabe, im Vorfeld des Votums am 26. Mai eine Stellungnahme mit einer Empfehlung abzugeben. Diese werden dann in einer Broschüre zusammengefasst, als Handreichung für den Bürger, der seine Entscheidung zu treffen hat – Ja oder Nein.

CDU: Braucht Unna Eis? Nicht zu diesem Preis

Die der CDU findet sich in der Partei-Postwurfsendung „CDU aktiv für Unna“, die am Freitag flächendeckend an die Unnaer Haushalte verteilt wurde.

CDU-Chef Gerhard Meyer rät in seiner Zusammenfassung der schon bekannten Position der Christdemokraten zur Konsequenz, gegen den Erhalt zu stimmen. Was andernfalls passieren könnte – was notgedrungen passieren müsste – fasst er in dem Wort „Grundsteuer“ zusammen.

Freie Liste Unna (FLU): Leidenschaftliches Plädoyer für ein JA

Die FLU hingegen bittet die Bürger mit einer ambitionierten Pro-Eishalle-Positionierung, beim Bürgerentscheid mit Ja zu stimmen.

Klaus Göldner, FLU. (Foto FLU)

„Liebe Unnaer Bürgerinnen und Bürger,

der Initiative „Unna braucht Eis“ ist es unter lobenswertem Einsatz gelungen, die nötige Zahlvon Unterschriften für ein Bürgerbegehren zur Erhaltung der Eissporthalle Unna zu sammeln. Da der Rat unserer Stadt dem Begehren nicht folgte und seinen Abrissbeschluss vom 18.Juni 2018 mit großer Mehrheit bestätigte, sind nun alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger Unnas dazu aufgerufen, sich im Rahmen eines Bürgerentscheides für oder gegenden Erhalt der Halle zu entscheiden.

Das Ergebnis wird für Rat und Verwaltung bindend sein.

Nachdem die Infrastruktur unserer Stadt in den letzten Jahren besonders im Freizeitbereich stark gelitten hat, liegt es nunmehr an Ihnen, diesen negativen Trend zu stoppen. Insbesondere Einrichtungen für unsere Kinder und Jugendlichen fehlen. Sie haben jetzt die Möglichkeit, mit Ihrer Stimme den Erhalt und den Weiterbetrieb der Halle zu erzwingen.

Nehmen Sie diese Chance wahr und lassen Sie sich bitte nicht von dramatisierenden Kostenprognosen beeinflussen.Ein Votum für den Erhalt und Weiterbetrieb der Eissporthalle muss nicht zwangsläufig mit Steuererhöhungen einhergehen, zumal die um fast 6 Millionen Euro stark voneinander abweichenden Kostenschätzungen sicher noch einmal im Detail geprüft werden müssen.

Das Aufspüren und Nutzen von Einsparpotenzialen im Kernhaushalt, ehrliche Konsolidierungsbemühungen sowie die Überplanung und eventuelle Neubewertung bereits beschlossener Großprojekte sollten den Erhalt der Halle finanziell sichern können. Auch müssten diverse Fördermöglichkeiten nochmals eingehend geprüft werden.

Diejenigen, die das Bürgerbegehren angestoßen haben, werden sich sicher auch weiterhin an der Suche nach guten Lösungen beteiligen.

Sollte sich jedoch nach positivem Entscheid und ernsthaftem Umsetzen des Bürgerwillens herausstellen, dass die Sanierung der Halle am Bergenkamp tatsächlich ökonomisch völlig unvertretbar und unverhältnismäßig ist, sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden, an anderer geeigneter Stelle im Innenstadtbereich einen Neubau als Ersatz für die Halle am Bergenkamp zu denken und zu planen.

Dieser könnte durchaus räumlich kleiner ausfallen und zusätzlich als Mehrzweckhalle dazu geeignet sein, neben dem Eissport auch andere Freizeitaktivitäten, insbesondere für Kinder und Jugendliche, zu ermöglichen. Ein solches Konzept könnte durchaus auch für Investoren attraktiv sein.

Der Standort Bergenkamp könnte aufgegeben und anderweitig ökonomisch sinnvoll genutzt werden.Die FLU wird gegebenenfalls einen entsprechenden Antrag im Rat stellen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute undbitten Sie, für den Erhalt der Eishalle zu stimmen!

Quellen: CDU aktiv für Unna / Freie Liste Unna FLU

Facebookrss

2 KOMMENTARE

  1. Auszug aus de CDU Parteiprogramm 06.2014:
    Alle drei Säulen, der Schul-, der Vereins- und der nicht organisierte Sport ergänzen sich sinnvoll und schaffen so eine solide Basis für die sportliche Förderung von Kindern und Jugendlichen.
    Das von der CDU unterstützte Sportstättenkonzept der Kreisstadt Unna, welches die
    Sportstättenentwicklung bis 2015 festlegt und den Zustand der Unnaer Sportstätten und -plätze auf eine gute Grundlage stellt, ist konsequent umzusetzen und auch unter Berücksichtigung einer angespannten Haushaltslage mit hoher Priorität weiter zu entwickeln.
    Der Zugang zu Sportstätten und -plätzen für die Unnaer Sportvereine muss so weit wie wöglich entgeltfrei bleiben. Sportvereine leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheitsförderung und zur Integration. Daneben bieten sie insbesondere Kindern, Jugendlichen und Senioren ein alternatives Freizeitangebot und bereichern so unsere Gesellschaft. Zitat Ende.
    Was juckt mich Geschwätz von Gestern.