„Migranten und Nichtmigranten in der SPD zusammenbringen“: Interview mit Petra Rosa und Engin Izgi

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Petra Rosa und Engin Izgi:. (Foto: Rundblick Unna)
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Seit 1997 gibt es in der Bundes-SPD die „Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt“, vor anderthalb Jahren gründete sich die bislang einzige AG im Kreis Unna: Sie ist beim SPD-Stadtverband Schwerte angesiedelt, Landrat Michael Makiolla gab ihr Impulse und sprach Grußworte in der Gründungsversammlung.

Wir sprachen mit der Vorsitzenden Petra Rosa und ihrem Mitstreiter Engin Izgi über ihre Pionierarbeit unter den Genossen im Kreis.

Frau Rosa, Herr Izgi, wieso braucht das Thema „Migration“ und „Integration“ Ihrer Ansicht nach eine eigene Arbeitsgemeinschaft?

Petra Rosa: Meine Überlegung, diese AG zu gründen, war: Wir leben hier mit so vielfältige Kulturen zusammen. Auch in der SPD gibt es viele Migranten. Aber wo sind sie? Es gibt ganz viele Vereine, in denen Migranten unter sich bleiben. Ebenso bleiben Deutsche unter sich. Die AG möchte innerhalb der SPD ein Angebot zur Begegnung schaffen.

Sie möchten also Migranten und Nichtmigranten innerhalb ihres Stadtverbandes ein Forum zum gegenseitigen Austausch und gegenseitigen Kennenlernen bieten?

Petra Rosa: Ja, weil wir der Überzeugung sind, dass Integration nur dauerhaft gelingen kann, wenn beide Seiten, Migranten wie auch Einheimische, Schranken überwinden und aufeinander zugehen. Nur einseitig Integration von Zugewanderten „einzufordern“ ist nach meiner Ansicht nicht der richtige Weg. Als Deutsche können wir von Migranten auch vieles lernen, zum Beispiel den Respekt vor den Eltern und vor älteren Menschen. Ich würde mir von vielen Deutschen mehr Offenheit wünschen.

Man fürchtet sich ja meist vor dem Unbekannten, vor dem Fremden. Wo Fremdes vertrauter wird, bauen sich unbegründete Ängste ab. Was nicht heißt, dass man den Kopf in den Sand stecken und Probleme, die bei der Integration entstehen, verschweigen sollte. Dinge schönzureden hilft ebenso wenig wie Ängste bewusst zu schüren.

Gibt es ein aktuelles Projekt der AG?

Engin Izgi: Ja, wir haben im Herbst eine interessante Veranstaltung mit Muhammet Mertek, Lehrer für Türkisch in Hamm, Islamwissenschaftler und Autor. Mit ihm wollen wir über das Thema diskutieren – Arbeitstitel: „Wer sind die Integrationverlierer?“

Muhammet Mertek setzt sich schon seit Jahren aktiv und engagiert für den Dialog zwischen Menschen, Kulturen und Religionen in der Gesellschaft ein.

Petra Rosa: Wir erhoffen uns daher eine spannende Diskussion und freuen uns, wenn viele interessierte Besucher dazukommen und mitdiskutieren!

– Mit Petra Rosa und Engin Izgi sprach Silvia Rinke. In gedruckter Fassung finden Sie das Interview in unserem Monatsmagazin Rundblick Unna/Ausgabe April 2019.

Mit Landrat Michael Makiolla, der bei der Gründung der AG das Grußwort sprach und die Bemühungen ideell unterstützt. (Foto RBU)
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2 KOMMENTARE

  1. Tut mir Leid,
    aber mit diesen Argumenten bin ich leider nicht Einverstanden! Wie sollen Menschen integriert werden, wenn Sie dem Koran hörig sind? Desweiteren behandeln sie ihre „Mitmenschen“ wie Untergebene (ach ja, nur Einzelfälle, Frauen gehören auch dazu).
    Warum lassen sich diese sogenannten „Gutmenschen“ eigentlich nur benutzen ?
    Ich denke mal : Integration ja, aber nur minimal von einem minimalen Prozentsatz unserer Mitbürger aus.
    Bin ich jetzt ein Nazi, Fremdenhasser , Rechter nur weil ich die Wahrheit sage ?
    Habe ich gerade gelesen: hat jemand ein Buch veröffentlich „Dumm,dümmer, deutsch
    könnte was dran sein!
    Schon mal darüber nachgedacht ?
    Warum wird eine Pisa-Studie veröffentlich ?
    Man könnte auch sagen : wie dumm haben wir es geschafft !
    Wie hatte schon jemand gesagt : halt du sie schön dumm ich mach sie arm!