Deutlich mehr Ausländer lebten 2018 im Kreis – 96 Abschiebungen, 154 freiwillige Ausreisen

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Die Ausländerbehörde an der Zechenstr. in Königsborn. (Archivbild Kreis Unna / Max Rolke)
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Einbürgerungen, Aufenthaltsgenehmigungen, Duldungen, aber auch Ausreisemanagement. „Die  Ausländerbehörde des Kreises hatte 2018 viel zu tun“, teilt die Kreisverwaltung mit. Und nennt die aktuellen Zahlen: „2018 hielten sich mehr Ausländer im Kreis auf als noch im Jahr zuvor“ – konkret: gut 900 sind dazugekommen.

Bis Dezember 2018 waren 32.421 Ausländer aus 147 Herkunftsländern im Kreis Unna gemeldet (ohne die Stadt Lünen, die eine eigene Ausländerbehörde hat).

Die Herkunftsländer sind dabei gleich geblieben:

  1. Türkei (9.121 Personen),
  2. Polen (3.592),
  3. Syrien (2.614),
  4. Rumänien (2.126),
  5. Italien (1.689).

 

Besucherkontakte:

Diese gingen im Vergleich zum Rekordjahr 2017 erstmals wieder zurück. Im Jahr 2018 bearbeitete die Behörde insgesamt 38.219 Kontakte – 2017 waren es noch 45.611.

Aufenthaltstitel:

Wer nach Deutschland ziehen möchte oder neu zugezogen ist und nicht aus der EU oder dem Europäischen Wirtschaftsraum kommt, benötigt einen Aufenthaltstitel.

Die Ausländerbehörde stellte…

  • insgesamt 6.026 aus,
  • 5.041 waren befristet,
  • 985 Personen enthielten eine Niederlassungserlaubnis (unbefristeter Aufenthaltstitel).

Abschiebungen:

Wer keinen gültigen Aufenthaltstitel hat, muss ausreisen. Insgesamt wurden…

  • Abschiebemaßnahmen für 190 Personen eingeleitet,
  • Bei 96 Personen (2017: 86) kam es tatsächlich zur Abschiebung,
  • 154 reisten freiwillig aus.

Einbürgerungen:

Wer sich seit mindestens acht Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhält, seinen Lebensunterhalt selbst sichern kann, ausreichend Deutsch spricht und straffrei geblieben ist, kann in der Regel eingebürgert werden.

  • Es gab 250 Einbürgerungen (2017: 235).
  • Top 5 Herkunftsländer: Türkei (65 Personen), Polen (24), Großbritannien (20), Syrien (18) sowie Kosovo und Italien (je 9).

PM Kreis Unna (Fabiana Regino)

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1 KOMMENTAR

  1. Diese Statistiken sind immer wieder begeisternd, vor allem für den Ersteller. Persönlich frage ich mich aber was soll sie mir sagen: 154 reisten freiwillig aus!! Beifall oder lieber nicht? Nein, denn im Vorjahr waren es 269 und damit wird der Trend bestätigt der in der NRW Bilanz 2018 feststellt: „ Die Zahl der mit bundesweiten Förderprogrammen unterstützten freiwilligen Ausreisen hat bundes- wie landesweit drastisch abgenommen. Die Innenminister der Länder hatten diese Entwicklung im vergangenen Jahr unter anderem damit begründet, dass viele Menschen aus wirtschaftlichen Gründen kämen, die nur schwer zur Rückkehr zu bewegen seien. Zitat Ende. Nächstes Thema:. Bei 190 Abschiebemaßnahmen wurden 96 umgesetzt. Wer es glaubt wird selig denn sie widerspricht dem bundesweiten Trend bei weitem wobei die wesentliche Aussage fehlt wie viele Asylverfahren abgelehnt wurden und trotzdem ein Duldungsstatus ausgesprochen wurde weil der Bewerber einen Furz quer sitzen hat der in seinem Heimatland nicht behandelt werden kann. Und all die, die hier unberechtigt nicht nur erhebliche Sozialleistungen beziehen die es ihnen ermöglicht zig Milliarden an die Verwandten in der Heimat zu transferieren leben natürlich in Zelten auf Campingplätzen. Oder hab ich da etwas verwechselt?