Feuer am Gründonnerstag in Mehrfamilienhaus in Afferde

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Eine dicke Rauchsäule stieg von dem brennenden Haus an der Straße Lange Wand auf. (Foto: Kathrin Mares)
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Abendlicher Feueralarm in Unnas Nordosten. Zum zweiten Mal in knapp vier Wochen brannte es im selben Straßenzug in Afferde / Grenze zu Königsborn.

Um 19.52 Uhr ging der Alarm am Gründonnerstagabend (18.4.) bei der Leitstelle ein, berichtete uns auf Anfrage der diensthabende Polizeibeamte. Eine Nachbarin hatte den Rauch vom Haus aufsteigen sehen und sofort Alarm gegeben.

Löscharbeiten der Unnaer Feuerwehr. (Foto Kathrin Mares)

Das Feuer brach in einem Mehrfamilienhaus an der Straße Lange Wand aus, unweit des Milanwegs, wo erst am 22. März eine Gartenhütte explodiert war (HIER unser damaliger Bericht).

Die Freiwillige Feuerwehr Unna eilte mit mehreren Einsatzwagen inklusive Drehleiter zum Brandort, auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.

In privaten Handyvideos, die unserer Redaktion zur Verfügung gestellt wurden, sieht man die Löscharbeiten der Feuerwehr, die nur 6 Minuten nach der Alarmierung zur Stelle war.

In dem Mehrfamilienhaus sind laut Polizei elf Personen gemeldet. Offenbar haben sich beim Brandausbruch jedoch zumindest im Obergeschoss niemand aufgehalten. „Es ist  kein Personenschaden entstanden“, konnte uns der Polizeisprecher 30 Minuten nach Einsatzbeginn jedenfalls beruhigend mitteilen. Niemand sei verletzt worden, Feuer und Rauch richteten lediglich Gebäudeschaden an.

Am Morgen kam die abschließende Mitteilung der Polizei:

Die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Lange Wand mussten am Donnerstagabend gegen 20 Uhr das Haus verlassen. Eine 52 jährige Anwohnerin nahm einen lauten Knall aus Richtung des Dachgeschosses wahr, und kurze Zeit später wurden Feuerfunken gesehen.

Daraufhin verließen alle Bewohner das Gebäude.

Das Feuer, das im Bereich der Dachterrasse ausbrach, wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Durch den Brand entstand ein geschätzter Sachschaden im unteren fünfstelligen Eurobereich.

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Das Feuer am Morgen des 22. März in der Gartenhütte am Milanweg hatte den bisherigen Ermittlungen nach der 21-jährige Sohn der Hausbewohner gelegt. Ob mutwillig oder fahrlässig, blieb vorerst offen: An der Aussage des jungen Mannes, er hätte in der Hütte geraucht (was zur Explosion der dort gelagerten Spraydosen geführt hätte), hatte die Polizei „aus verschiedenen Gründen“ Zweifel. Der psychisch auffällige 21-Jährige wurde am selben Morgen in die LWL-Fachklinik nach Dortmund-Aplerbeck gebracht.

 

 

 

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