Streit um Karfreitagsruhe: Ruhrbistum bedauert Disco-Erlaubnis

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Wegekreuz am Prozessionsweg via in Fröndenberg-Bausenhagen. (Foto: Rundblick Unna)
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Eine Disco am Karfreitag ist von der Bezirksregierung genehmigt worden – damit hat sich der Bochumer Verein „Religionsfrei im Revier“ gegen die gesetzlich verordnete Feiertagsruhe am „stillen“ Karfreitag durchgesetzt.

Dieser ist für Christen einer der höchsten Feiertage, es dürfen keine unterhaltenden Veranstaltungen stattfinden.

In diesem Jahr doch.

Per Ausnahmegenehmigung hat die Bezirksregierung Arnsberg den Religionsgegnern für den 19. 4. eine Party mit Musik genehmigt.

Das Ruhrbistum bedauerte das:

Es sei „wichtig, dass nicht alle Tage gleich sind“. Es tue „einer Gesellschaft gut, innezuhalten und nachzudenken“, unabhängig vom Glauben.

Unkommentiert lässt die Evangelische Landeskirche die Entscheidung.

Der Bochumer Verein kämpft seit Jahren gegen das Feiertagsgesetz in NRW.

Die Entscheidung wird in den sozialen Medien heftig diskutiert: Die Kommentare reichen vom Jubel und „längst überfällig“ bis zu zornigen Aufforderungen, dass die Feierlustigen dann auch bitte schön am Karfreitag zur Arbeit gehen mögen.

(Quellen: Kath. Kirche/WDR)

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