3 Stilllegungen, bis zu 70 km/h zu schnell: CarFriday-Bilanz in Dortmund

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Doppelauspuff eines Sportwagens / Symbolbild, Quelle Pixabay
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Drei Fahrzeuge stillgelegt, zahlreiche Knöllchen verteilt.

Auch die Dortmunder Polizei zieht ihre Bilanz zum „CarFriday“ – der, so formuliert es Polizeisprecherin Nina Vogt, „traditionellen ,Saisoneröffnung´ für Angehörige der Raser- und der Tuningszene“.

202 Fahrzeuge und 250 Personen wurden am Karfreitag bis in die Nacht hinein kontrolliert, schwerpunktmäßig in der City und an der Brackeler Straße.

„Dass die Kontrollen, die für Polizei und Stadt über das gesamte Jahr zum Einsatzalltag gehören, nötig sind, beweisen die Ergebnisse des gestrigen Tages leider erneut“, stellt Vogt fest:

Allein die Polizeibeamtinnen und -beamten verhängten 64 Verwarngelder wegen zu schnellen Fahrens, zusätzlich werden 35 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben.

Traurige Spitzenreiter bei den Geschwindigkeitsverstößen waren mehrere Fahrzeuge, die sogenannte Provida-Fahrzeuge der Polizei Dortmund auf den Autobahnen rund um Dortmund feststellten:

So war ein 22-jähriger Autofahrer aus Hamm auf der A 2 im Bereich Kamen bei erlaubten 130 km/h mit 197 km/h unterwegs;

auf der B 54 stadteinwärts brachte es ein 45-jähriger Motorradfahrer aus Dortmund auf 163 bei vorgeschriebenen 100 km/h.

Und eine 31-jährige Dortmunderin wurde mit ihrem Fahrzeug auf der B 236n mit 142 bei vorgeschriebenen 80 km/h gemessen.

Das Hauptaugenmerk lag auf technischen Veränderungen an Fahrzeugen. „Eine Schwerpunktsetzung, die sich im Laufe des Einsatzes bestätigte“, bemerkt die Polizeisprecherin:

Die ersten Einsatzkräfte, die schon ab dem frühen Nachmittag im Einsatz waren, hatten bereits vor 19 Uhr zwölf Fahrzeuge einem Sachverständigen zugeführt, der wegen verschiedener Mängel Gutachten erstellte.

Drei weitere Gutachten kamen bis zum Einsatzende gegen 2 Uhr hinzu. Zu den festgestellten Mängeln gehörte in sieben Fällen die Überschreitung der Betriebslautstärke. Hinzu kamen unter anderem ein ausgebauter Katalysator, mehrere Unterschreitungen der Bodenfreiheit oder auch deutliche Schleifspuren in den Radkästen.

Drei Fahrzeuge – der BMW eines 23-Jährigen aus Harsewinkel, der Audi eines 24-Jährigen aus Salzgitter sowie der Seat eines 31-Jährigen aus Drolshagen – mussten noch an Ort und Stelle stillgelegt werden. Unter anderem fehlten hier Zulässigkeitsnachweise und Abnahmen nach § 21 StVZO. Bei dem Auto des 24-Jährigen wirkte sich zudem die nicht ausreichende Freigängigkeit der Reifen an der Vorderachse verkehrsgefährdend aus.

Insgesamt schrieben die polizeilichen Einsatzkräfte 32 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen technischer Mängel bzw. des Erlöschens der Betriebserlaubnis und verhängten 15 Verwarngelder wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis. Sieben Mal wurde die Weiterfahrt untersagt.

Unter anderem bei einem 29-Jährigen aus Dortmund. Er war mit seinem Mercedes an der Kontrollstelle an der Brackeler Straße angehalten worden. Nicht nur stellte sich heraus, dass gegen ihn seitens der Stadtkasse offene Forderungen bestanden. Sondern vor Ort ergaben sich für die Polizisten auch Hinweise auf das Fahren unter Drogeneinfluss. Der 29-Jährige musste die Einsatzkräfte nicht nur zur Entnahme einer Blutprobe auf die Wache begleiten, sondern musste den weiteren Weg anschließend dann auch zu Fuß fortsetzen.

Im Bereich Phoenix-West konnten zwar im Laufe des Nachmittags mehrere – überwiegend ordnungsgemäß geparkte – Fahrzeuge festgestellt werden. Diese wurden bis zum Abend aus dem Bereich verwiesen.

Finale Ansage der Polizei:

Polizei und Stadt werden auch in Zukunft weiterhin im Einsatz sein, um Raser und Tuner in Dortmund zu kontrollieren. Verkehrsunsichere Fahrzeuge gefährden die Sicherheit auf Dortmunds Straßen ebenso wie hohe gefahrene Geschwindigkeiten. Die Polizei möchte, dass Sie gesund und sicher nach Hause kommen“

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