Prozessbeginn: Finanzbeamtin kassierte 12 Jahre volles Gehalt für Teilzeitstelle

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Symbolbild / Pixabay
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Das hätte sich satt gelohnt – wäre der Betrug nicht nach einem Dutzend Jahren doch noch aufgeflogen.

Stolze 12 Jahre lang hat eine frühere Finanzbeamtin des Finanzamts Dortmund-Unna für eine Teilzeitstelle volles Gehalt bezogen. Seit heute (03.05.) wird der inzwischen 62-Jährigen der Prozess gemacht.

Am ersten Verhandlungstermin heute in Düsseldorf schwieg die Angeklagte. Ihr Anwalt möchte durch Befragungen von Vorgesetzten den Beweis liefern, dass seine Mandantin ahnungslos war. Sie soll  also die insgesamt 170.000 Euro zuviel kassiert haben, ohne zu merken, dass mit der Summe etwas nicht stimmen konnte.

Das Gericht zeigte sich zum Verhandlungsauftakt überzeugt, dass die Angeklagte den Fehler durchaus bemerkt, aber nicht gemeldet hätte. Als Beamtin wäre sie dazu verpflichtet gewesen.

Die Disziplinar- und Rückzahlungsverfahren ruhen, bis das Urteil feststeht.

Ein ähnlicher Fall machte im vorigen Herbst Schlagzeilen: Eine pensionierte Lehrerin hatte aufgrund eines Abrechnungsfehlers über 90.000 Euro zuviel kassiert und hatte das nicht gemeldet. Sie wurde, ebenfalls am Landgericht Düsseldorf, zu 15.000 Euro Geldstrafe verurteilt.

(Quelle: WDR Dortmund)

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